McCormick kauft Unilever-Lebensmittelsparte für fast 45 Milliarden Dollar
Der US-Gewürzhersteller McCormick übernimmt das Lebensmittelgeschäft von Unilever in einem milliardenschweren Deal.

McCormick und Unilever haben eine der größten Lebensmitteltransaktionen der jüngeren Geschichte vereinbart. Der US-amerikanische Gewürz- und Saucenhersteller übernimmt das gesamte Lebensmittelgeschäft des britisch-niederländischen Konzerns in einem kombinierten Bar- und Aktiengeschäft. Die Gesamtbewertung der Transaktion liegt bei knapp 45 Milliarden US-Dollar.
Für den Großteil des Unilever-Foods-Portfolios zahlt McCormick 15,7 Milliarden US-Dollar in bar. Hinzu kommt eine Aktienkomponente, die den Unilever-Aktionären eine Mehrheitsbeteiligung am fusionierten Unternehmen sichert. Konkret werden die Unilever-Aktionäre 55,1 Prozent am neuen gemeinsamen Unternehmen halten, während Unilever selbst einen Anteil von 9,9 Prozent behält.
Zu den bekanntesten Marken, die McCormick damit in sein Portfolio aufnimmt, gehören die weltweit führende Mayonnaise-Marke Hellmann's sowie der britische Kultklassiker Marmite. Beide Marken genießen insbesondere in Europa und Nordamerika eine starke Marktstellung und hohe Verbraucherloyalität.
Strategische Neuausrichtung bei Unilever
Für Unilever bedeutet der Deal eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren wiederholt signalisiert, sein Portfolio straffen und sich stärker auf Körperpflege- und Reinigungsprodukte konzentrieren zu wollen. Mit dem Verkauf der Lebensmittelsparte vollzieht Unilever diesen Schritt nun konsequent.
Für McCormick hingegen ist die Transaktion ein gewaltiger Wachstumssprung. Das Unternehmen, bekannt für seine Gewürze und Würzsaucen, wird durch die Übernahme zu einem der global führenden Lebensmittelkonzerne aufsteigen. Die jährlichen Umsätze des fusionierten Unternehmens werden sich nach Abschluss des Deals im Milliardenbereich bewegen und McCormicks bisherige Erlöse deutlich übersteigen.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden in den relevanten Märkten. Angesichts der Größe des Deals dürften Regulatoren in der EU, den USA und weiteren Ländern den Zusammenschluss eingehend prüfen. Ein genaues Closing-Datum wurde bislang nicht kommuniziert.
