Malaysia Airlines vor Bestellung von zehn Boeing 787 Dreamliner
Malaysia Aviation Group modernisiert Langstreckenflotte mit Boeing 787-10-Jets.

Die Malaysia Aviation Group, Muttergesellschaft der Malaysia Airlines, steht kurz vor einer bedeutenden Flottenerneuerung. Wie Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtete, will das Unternehmen etwa zehn Boeing 787-10 Dreamliner bestellen.
Der Auftrag wäre ein wichtiger Erfolg für Boeing im Wettbewerb mit dem europäischen Rivalen Airbus. Laut den Bloomberg-Quellen setzte sich der US-Flugzeugbauer unter anderem durch frühere Liefertermine durch. Die ersten Maschinen sollen demnach ab 2031 ausgeliefert werden.
Triebwerksentscheidung als entscheidender Faktor
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Verhandlungen war die Wahl der Triebwerke. GE Aviation, ein langjähriger Partner von Boeing, habe günstigere Konditionen für die Antriebe angeboten als der britische Hersteller Rolls-Royce Holdings. Dies habe die Entscheidung zugunsten von Boeing beeinflusst, so die mit der Angelegenheit vertrauten Personen gegenüber Bloomberg.
Die Boeing 787-10 ist die größte Variante der Dreamliner-Familie und bietet Platz für etwa 330 Passagiere in einer typischen Zweiklassenbestuhlung. Das Modell zeichnet sich durch besondere Treibstoffeffizienz aus, was für Fluggesellschaften angesichts steigender Kerosinpreise zunehmend wichtiger wird.
Hintergrund der Flottenerneuerung
Für die Malaysia Aviation Group ist die Modernisierung der Langstreckenflotte ein strategisch wichtiger Schritt. Die Airline hatte in der Vergangenheit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und durchlief mehrere Restrukturierungsphasen. Die Einführung der 787-10 würde die Effizienz der Flotte deutlich verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Strecken stärken.
Der Auftrag wäre zudem ein positives Signal für Boeing, das in den vergangenen Jahren mit Produktionsproblemen und Qualitätsbedenken bei verschiedenen Modellen zu kämpfen hatte. Ein Großauftrag aus Südostasien würde das Vertrauen in die 787-Reihe unterstreichen.
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