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Iran-Konflikt belastet globale Märkte: Flugverkehr und Währungen unter Druck

Explodierende Ölpreise belasten Airlines und setzen Schwellenländer-Währungen unter Druck.

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Iran-Konflikt belastet globale Märkte: Flugverkehr und Währungen unter Druck

Der anhaltende Konflikt im Iran zieht weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen nach sich. Sowohl die globale Luftfahrtbranche als auch die Währungsmärkte in Schwellenländern geraten dadurch massiv unter Druck. Wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Reuters berichtet, haben die explodierenden Ölpreise die Luftfahrt in die schwerste Krise seit der Coronapandemie gestürzt.

Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air reagiert auf die gestiegenen Kerosinkosten mit einer Kürzung ihrer geplanten Kapazitäten für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres um fünf Prozent. Trotz dieser Maßnahme reagierten Anleger positiv: Die Aktie legte um mehr als drei Prozent zu. Grund dafür ist die angehobene Ertragsprognose für den Zeitraum Juli bis September. Statt eines erwarteten Rückgangs rechnet Wizz Air nun mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.

Luftfahrtbranche unter Druck

Langfristig hält die Airline an ihrem Ultra-Low-Cost-Modell fest. Das Unternehmen strebt bis 2030 einen Umsatz von zehn Milliarden Euro sowie eine Flottenerweiterung auf 335 Flugzeuge an. Derweil zeigt sich die Branche insgesamt angeschlagen. So musste die lettische Fluggesellschaft airBaltic infolge der Krise bereits Insolvenz anmelden. Auch große US-Fluggesellschaften haben ihre Flugpläne zur Ertragssicherung reduziert.

Die steigenden Kerosinkosten treffen die Airlines mit voller Wucht. Da Kerosin ein direktes Derivat des Rohöls ist, schlagen höhere Ölpreise nahezu eins zu eins auf die Betriebskosten der Fluggesellschaften durch. Für viele Unternehmen, die sich noch nicht vollständig von den Folgen der Pandemie erholt haben, kommt diese zusätzliche Belastung zur Unzeit.

Schwellenländer-Währungen unter Abwertungsdruck

Parallel zur Krise in der Luftfahrt geraten Währungen in Schwellenländern unter Druck. Laut Berichten von Investing.com und Reuters leidet insbesondere der ugandische Schilling unter einer steigenden Nachfrage nach US-Dollar. Adam Mugume, Exekutivdirektor für Forschung und Politik bei der ugandischen Zentralbank, erklärte, dass die Unsicherheit über die Dauer des Iran-Konflikts Marktteilnehmer dazu veranlasse, sich verstärkt gegen Wechselkursschwankungen abzusichern.

Vor allem Unternehmen aus dem Energie- und Fertigungssektor treiben die Dollarnachfrage voran. Händler prognostizieren, dass der Schilling auf ein historisches Tief von 4.000 Einheiten pro Dollar fallen könnte. Dies wäre ein neuer Negativrekord für die ostafrikanische Währung.

Während auch die Währungen Ghanas und Sambias unter Druck stehen, zeigen sich die Währungen Nigerias und Kenias laut Marktbeobachtern derzeit weitgehend stabil. Die unterschiedliche Entwicklung verdeutlicht, dass die Auswirkungen des Iran-Konflikts nicht alle Schwellenländer gleichermaßen treffen. Entscheidend ist unter anderem, wie stark die jeweilige Volkswirtschaft von Energieimporten abhängig ist und wie gut die Zentralbanken mit Devisenreserven ausgestattet sind.

Ausblick bleibt unsicher

Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich vom Verlauf des Iran-Konflikts ab. Sollten die Spannungen anhalten oder sich sogar verschärfen, drohen weitere Belastungen für die globale Luftfahrt und die Währungen der Schwellenländer. Für Anleger bedeutet dies: Die Risiken an den Märkten bleiben erhöht, und eine breite Streuung des Portfolios ist ratsam. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Lage entspannt oder ob weitere Unternehmen in die Krise geraten.

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