Lockheed Martin erhält 871-Millionen-Auftrag für F-35-Programm
US-Verteidigungsministerium erteilt Lockheed Martin Auftragsänderung für F-35-Support und TRIDENT-II-Programm

Das US-Verteidigungsministerium hat Lockheed Martin einen milliardenschweren Auftrag für das F-35-Programm erteilt. Die Vertragsänderung umfasst knapp 871 Millionen US-Dollar und erstreckt sich über mehrere Jahre.
Konkret erhielt Lockheed Martin Corp. am Freitag eine Modifikation in Höhe von 871.243.964 US-Dollar für einen bestehenden Vertrag zur Unterstützung und Instandhaltung der Ausrüstung des F-35 Lightning II. Die Anpassung erhöht die Obergrenze des Vertrags, um zusätzliche Kapazitäten für Support-Ausrüstung im Rahmen der F-35-Standortaktivierung sowie nicht wiederkehrender Instandhaltungsmaßnahmen bereitzustellen.
Der Vertrag umfasst die initiale Versorgung mit Ersatzteilen und Dienstleistungen für den Aufbau und die Aktivierung landgestützter und maritimer F-35-Einsatzstandorte. Die Arbeiten dienen der Unterstützung der Luftwaffe, des Marine Corps, der Navy, der Partner des Kooperationsprogramms sowie Kunden im Rahmen ausländischer militärischer Verkaufsprogramme (Foreign Military Sales).
Auftragsdetails und Standorte
Die Arbeiten werden an zwei Hauptstandorten in den USA erbracht: El Segundo, Kalifornien, übernimmt 90 Prozent der Leistungen, während Fort Worth, Texas, die restlichen zehn Prozent abdeckt. Die Fertigstellung ist für Februar 2031 vorgesehen. Zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe werden zunächst keine Mittel gebunden – die Mittelbindung erfolgt erst bei Ausgabe der einzelnen Aufträge.
Die Modifikation wurde nicht im wettbewerblichen Verfahren beschafft. Als beschaffende Stelle fungiert das Naval Air Systems Command mit Sitz in Patuxent River, Maryland.
Zweiter Auftrag für Lockheed Martin Space
Parallel dazu erhielt Lockheed Martin Space mit Sitz in Titusville, Florida, eine weitere Modifikation in Höhe von 76.562.774 US-Dollar. Diese betrifft Maßnahmen im Rahmen des Programms „TRIDENT II (D5) Life Extension 2 Advanced Design and Development“. Die Arbeiten werden an mehreren Standorten durchgeführt, wobei Denver, Colorado, mit 51 Prozent den größten Anteil der Arbeitsleistung abdeckt.
Die Fertigstellung dieser Arbeiten ist für den 30. September 2030 geplant. Anders als beim F-35-Auftrag werden hier bereits Mittel gebunden: Im Haushaltsjahr 2026 stehen für die Waffenbeschaffung der Navy Mittel in Höhe von 76.562.774 US-Dollar bereit. Zuständig ist hier Strategic Systems Programs in Washington, D.C.
Bedeutung für den Rüstungskonzern
Die beiden Auftragsmodifikationen unterstreichen die anhaltend hohe Bedeutung von Lockheed Martin als einem der größten Rüstungsunternehmen der USA. Das F-35-Programm gilt als das teuerste Waffensystem der US-Geschichte und ist zugleich ein zentraler Umsatzbringer für den Konzern. Die langen Laufzeiten der Verträge – bis 2030 und 2031 – sichern dem Unternehmen über Jahre hinweg planbare Einnahmen.
Für Anleger sind solche Festlegungen ein wichtiges Signal: Sie zeigen, dass die US-Regierung langfristig auf die Plattform setzt und bereit ist, erhebliche Mittel für Wartung, Support und Weiterentwicklung bereitzustellen. Die nicht wettbewerbliche Vergabe unterstreicht zudem die exklusive Stellung von Lockheed Martin bei diesem Programm.
