Trump genehmigt 24,3-Milliarden-Dollar-F-35-Deal mit Saudi-Arabien
Trump genehmigt 24,3-Milliarden-Dollar-Deal – Kongress prüft Abkommen 30 Tage lang

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den Verkauf von 48 F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien genehmigt. Das Gesamtvolumen des Pakets, das auch 49 Pratt-&-Whitney-Motoren und weitere Ersatzteile umfasst, beläuft sich auf 24,3 Milliarden US-Dollar. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund eskalierender Angriffe der iranisch gestützten Huthi-Rebellen auf saudisches Territorium.
Das US-Außenministerium begründete den Schritt mit sicherheitspolitischen Erwägungen. "Dieser vorgeschlagene Verkauf unterstützt die außenpolitischen und nationalen Sicherheitsziele der Vereinigten Staaten, indem er die Sicherheit eines wichtigen Verbündeten außerhalb der NATO stärkt", hieß es in einer offiziellen Erklärung. Saudi-Arabien gelte als "Faktor für politische Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt in der Golfregion".
Hintergrund: Eskalation im Jemen-Konflikt
Die Genehmigung des Deals fällt in eine Phase massiv verschärfter Kampfhandlungen. Die Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien zuletzt deutlich intensiviert und eine blitzartige Bodenoffensive gestartet. Ziel der Miliz ist die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Bab el-Mandeb – einem der weltweit bedeutendsten Engpässe für den Öltransport. Die Trump-Administration erklärte, der Deal werde Riads Fähigkeit zur Abschreckung aktueller und künftiger Bedrohungen verbessern.
Gleichzeitig betonte Washington, der Verkauf werde "das militärische Gleichgewicht in der Region nicht verändern". Dies ist ein klarer Verweis auf die langjährige US-Politik, wonach Israel einen militärischen Vorteil gegenüber potenziellen Rivalen im Nahen Osten behalten muss.
Kongress hat 30 Tage Zeit zur Prüfung
Der US-Kongress hat nun 30 Tage Zeit, das Abkommen zu prüfen oder zu blockieren. Bereits jetzt regt sich Widerstand. Der demokratische Abgeordnete Raja Krishnamoorthi aus Illinois warnte eindringlich vor dem Deal. Die USA sollten nicht voranschreiten, "in einer Zeit, in der unsere eigene Geheimdienstgemeinschaft davor warnt, dass sie die Kronjuwelen der amerikanischen Militärtechnologie in Reichweite der Kommunistischen Partei Chinas bringen könnte".
In einer Stellungnahme in den sozialen Medien ergänzte Krishnamoorthi: "Wir dürfen unser fortschrittlichstes Kampfflugzeug nicht dort verkaufen, wo die CCP möglicherweise Zugriff auf die darin enthaltene Technologie erhalten kann." Die Bedenken beziehen sich auf die wachsenden wirtschaftlichen und politischen Verbindungen zwischen Saudi-Arabien und China.
Historische Spannungen um Waffenlieferungen
Der Kongress hatte bereits früher Waffengeschäfte mit Riad infrage gestellt, insbesondere nach der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018. Khashoggi, ein hochkarätiger Kritiker des Königreichs, war im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden – ein Fall, der international für Empörung sorgte.
Trotz dieser Kontroversen pflegt Trump eine enge Beziehung zum saudischen Thronfolger Mohammed bin Salman. Im Mai des Vorjahres hatte Trump Saudi-Arabien und seine Führung ausdrücklich gelobt, nachdem das Weiße Haus eine Zusage des Königreichs bekannt gegeben hatte, 600 Milliarden US-Dollar in eine Reihe von Geschäften mit den USA zu investieren. Darin enthalten war ein Verteidigungsverkaufsabkommen im Wert von fast 142 Milliarden US-Dollar, das das Weiße Haus damals als Bereitstellung "modernster Kriegsausrüstung und Dienstleistungen von mehr als einem Dutzend US-Verteidigungsunternehmen" beschrieb. Trump hatte den Kronprinzen im November ins Weiße Haus eingeladen.
Bewertung für Anleger
Der milliardenschwere Deal ist auch aus wirtschaftlicher Perspektive von Bedeutung. Lockheed Martin als Hersteller der F-35 und Pratt & Whitney als Motorenlieferant gehören zu den direkten Profiteuren des Pakets. Für Saudi-Arabien geht es neben der militärischen Aufrüstung um ein klares politisches Signal: Das Königreich sichert sich angesichts der regionalen Bedrohungslage die Unterstützung der USA auf höchstem Niveau. Ob der Kongress den Deal tatsächlich blockieren kann, bleibt abzuwarten – die 30-tägige Prüfungsfrist wird zeigen, ob die Bedenken hinsichtlich Technologietransfers und der China-Frage überwiegen oder ob die geostrategischen Interessen den Ausschlag geben.
