KOSPI auf Rekordhoch: Südkoreas Börse profitiert von KI-Chip-Boom
Asiatische Aktienmärkte zeigen sich stark, während Samsung und SK Hynix neue Höchststände erreichen.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Donnerstag überwiegend freundlich, wobei Südkorea dank massiver Kursgewinne bei Halbleiterherstellern ein neues Allzeithoch erreichte. Der KOSPI-Index sprang um nahezu 3 Prozent auf 5.515,8 Punkte und setzte damit seine beeindruckende Rallye fort. Auch Japan markierte mit dem Nikkei 225 erstmals die historische Marke von 58.000 Punkten, bevor der Index seine Gewinne wieder abgab.
Die Euphorie an den Märkten wurde allerdings durch robuste US-Arbeitsmarktdaten gebremst. Die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft stiegen im Januar um 130.000 Stellen und übertrafen damit die Erwartungen deutlich. Die Arbeitslosenquote fiel unerwartet von 4,4 auf 4,3 Prozent, was die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve dämpfte.
Samsung Electronics treibt südkoreanische Börse
Samsung Electronics avancierte zum Tagesgewinner und legte um mehr als 6 Prozent zu. Ein hochrangiger Manager des Konzerns hatte zuvor die technologische Führungsposition bei HBM4-Chips der nächsten Generation hervorgehoben. Diese High-Bandwidth-Memory-Chips gelten als Schlüsselkomponente für KI-Server und versprechen höhere Margen sowie bessere Gewinnaussichten.
Auch der Wettbewerber SK Hynix profitierte vom Optimismus rund um KI-Speicherlösungen und kletterte um 3,5 Prozent. Investoren setzen darauf, dass die anhaltende Nachfrage nach Premium-Speicherchips für Rechenzentren und KI-Anwendungen das Wachstum der südkoreanischen Halbleiterindustrie weiter antreiben wird.
Japan setzt auf Takaichi-Trade
In Japan erreichte der Nikkei 225 im Tagesverlauf erstmals die Marke von 58.000 Punkten, konnte das Niveau jedoch nicht halten und schloss nahezu unverändert. Der breiter gefasste TOPIX-Index sprang hingegen um 1,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 3.888,94 Punkten. Marktbeobachter führen die Kursgewinne auf den sogenannten "Takaichi-Trade" zurück – benannt nach Premierministerin Sanae Takaichi.
Anleger begrüßen ihre wachstumsfreundliche Politik, die Unterstützung für die heimische Industrie, höhere Verteidigungsausgaben und expansive Finanzierungsbedingungen vorsieht. Diese Maßnahmen gelten als besonders vorteilhaft für Exporteure und zyklische Aktien.
Gemischtes Bild in der Region
Der australische S&P/ASX 200 legte um 0,5 Prozent zu, während Singapurs FTSE Straits Times Index um 0,7 Prozent zulegte. Chinas Blue-Chip-Index Shanghai Shenzhen CSI 300 sowie der Shanghai Composite zeigten sich weitgehend lustlos. Gegen den regionalen Trend gab der Hang Seng Index in Hongkong um über 1 Prozent nach. Die Futures für den indischen Nifty 50 notierten 0,1 Prozent höher.
Die Wall Street hatte am Vorabend weitgehend unverändert geschlossen, und auch die entsprechenden Futures bewegten sich während des asiatischen Handels kaum. Die robusten US-Arbeitsmarktdaten stützen zwar die Konjunkturaussichten, reduzieren aber gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für aggressive Zinssenkungen der Federal Reserve in naher Zukunft.
