Saudi-Arabiens Börse unter Druck: Tadawul All Share verliert 0,41 Prozent
Verluste in Medien, Energie und Immobilien belasten den saudischen Leitindex am Mittwoch.

Die saudi-arabische Börse hat am Mittwoch Verluste verzeichnet. Der Tadawul All Share Index schloss mit einem Minus von 0,41 Prozent, nachdem vor allem die Sektoren Medien & Verlagswesen, Energie & Versorger sowie Immobilienentwicklung unter Druck gerieten. An der Börse in Riad überwogen die Verlierer deutlich mit 223 fallenden gegenüber nur 99 steigenden Aktien.
Die größten Verluste erlitten Gesundheits- und Medienaktien. Almoosa Health Co. stürzte um 4,81 Prozent auf 150,40 SAR ab und war damit der schwächste Titel des Tages. Dallah Healthcare Holding Company verlor 3,81 Prozent auf 113,50 SAR und markierte ein Drei-Jahres-Tief. Ebenfalls auf den tiefsten Stand seit drei Jahren fiel die Saudi Research and Marketing Group mit einem Minus von 3,44 Prozent auf 100,90 SAR.
Auf der Gewinnerseite stand die Tourism Enterprise Co. mit einem beachtlichen Plus von 9,95 Prozent auf 14,36 SAR an der Spitze. Mobile Telecommunications Company legte um 5,32 Prozent auf 11,48 SAR zu, während Almoosa Alshamil Education Company CJSC um 4,86 Prozent auf 22,89 SAR kletterte.
Rohstoffmärkte zeigen Stärke
Parallel zur schwachen Börsenentwicklung zeigten die Rohstoffmärkte eine positive Tendenz. Rohöl für die März-Lieferung stieg um 2,11 Prozent auf 65,31 US-Dollar pro Barrel. Brent-Öl kletterte um 2,02 Prozent auf 70,19 US-Dollar, während Gold um 1,20 Prozent auf 5.091,30 US-Dollar pro Feinunze zulegte.
Der Devisenmarkt blieb weitgehend stabil. Das Währungspaar EUR/SAR notierte nahezu unverändert bei 4,46, ebenso wie USD/SAR bei 3,75. Der US-Dollar-Index-Future gab leicht um 0,08 Prozent auf 96,60 Punkte nach, was die relative Stärke des saudi-arabischen Riyal unterstreicht.
Die schwache Performance des Tadawul All Share Index spiegelt die anhaltende Unsicherheit an den Emerging Markets wider. Für deutsche Anleger, die in saudi-arabische Aktien investiert sind, bedeutet dies kurzfristige Kursverluste, wobei die langfristigen Perspektiven des Königreichs im Rahmen der Vision 2030 weiterhin intakt bleiben.
