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Markel: Das "Baby Berkshire" liegt 18% unter dem 52-Wochen-Hoch

Der Versicherer und Investor Markel notiert deutlich unter seinem Jahreshoch – ein Einstiegszeitpunkt?

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Markel: Das "Baby Berkshire" liegt 18% unter dem 52-Wochen-Hoch

Die Aktie von Markel (MKL) notiert aktuell rund 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 22 Milliarden US-Dollar wird oft als "Baby Berkshire" bezeichnet, da es offen zugibt, das Geschäftsmodell von Berkshire Hathaway nachzuahmen. Zum Vergleich: Berkshire Hathaway selbst liegt nur etwa zwei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und verfügt über eine Marktkapitalisierung von 1,1 Billionen US-Dollar.

Diese Diskrepanz wirft die Frage auf, ob sich ein Einstieg bei Markel für Anleger lohnen könnte. Das Kerngeschäft von Markel besteht – ähnlich wie bei Berkshire Hathaway – aus der Versicherungswirtschaft. Beide Unternehmen verfolgen einen aggressiven Ansatz im Umgang mit dem sogenannten Float, also den Prämien, die eingenommen und gehalten werden, bis sie zur Zahlung von Schadensfällen benötigt werden.

Das Geschäftsmodell von Markel

Während die meisten Versicherungsunternehmen den Float vor allem in Anleihen investieren, nutzen Berkshire und Markel diese Mittel, um ganze Unternehmen zu kaufen und in ausgewählte börsennotierte Aktien zu investieren. Das Anlageportfolio von Markel beläuft sich auf insgesamt 33,5 Milliarden US-Dollar, wovon Aktien rund 13,4 Milliarden US-Dollar ausmachen (Stand zweites Quartal 2026).

Besonders bemerkenswert: Die Anschaffungskosten der Aktieninvestitionen liegen lediglich bei etwa 4,2 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hat mit seinen reinen Aktieninvestments also bereits erheblich Wert für die Aktionäre geschaffen – und das ohne Berücksichtigung der operativen Geschäftsbereiche in den Segmenten Industrie, Konsumgüter und Sonstiges.

Das erklärte Ziel von Markel ist es, diese Unternehmen langfristig zu unterstützen und auszubauen, um dadurch noch mehr Wert für die Aktionäre zu generieren. In vielen Jahren hat die Aktie von Markel die von Berkshire Hathaway tatsächlich übertroffen. Der jüngste Kursrückgang hat Berkshire Hathaway jedoch wieder an die Spitze gesetzt.

Führungswechsel auf beiden Seiten

Beide Unternehmen haben wesentliche Übergangsphasen durchlaufen. Der weltberühmte CEO von Berkshire Hathaway, Warren Buffett, hat Anfang 2026 die CEO-Position an seinen persönlich auserwählten Stellvertreter Greg Abel übergeben. Markel hingegen hat seine Positionierung vor 2026 über einen längeren Zeitraum neu justiert, seine Strategie verfeinert und die Berichtsstruktur vereinfacht.

Beide Unternehmen betreiben weiterhin dieselbe grundlegende Geschäftsart, jedoch nicht mehr exakt auf dieselbe Weise. Die Übergänge zeigen, dass sich die Unternehmen weiterentwickeln, ohne ihr erfolgreiches Grundkonzept aufzugeben.

Eine einzigartige Langfristinvestition

Ähnlich wie Berkshire Hathaway ist Markel aufgrund der zahlreichen ineinandergreifenden Komponenten ein relativ komplexes Unternehmen. Historisch gesehen hat sich der nach dem Vorbild von Berkshire Hathaway gestaltete Ansatz als erfolgreich für Anleger erwiesen. Daher lohnt sich die Untersuchung des aktuellen Kursrückgangs wahrscheinlich.

Dies gilt jedoch wirklich nur für Anleger, die langfristig investieren möchten und Markel eher als eine investmentfondsähnliche Anlage betrachten. Im Großen und Ganzen investiert man gemeinsam mit Markel, während dieses selbst in andere Unternehmen und Aktien investiert. Historisch betrachtet hat dies gut für die Aktionäre funktioniert, auch wenn vergangene Leistungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse sind.

Für Anleger, die ihre eigenen Recherchen durchführen möchten und Einzeltitel bevorzugen, wird Markel wahrscheinlich nicht die passende Wahl sein. Das Unternehmen bleibt eine spezielle Anlage für diejenigen, die auf das "Baby Berkshire"-Konzept setzen wollen.

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