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Boeing-Chef: 737-Max-Produktion stabilisiert sich langsamer als erwartet

Kelly Ortberg spricht von Engpässen – Aktie fällt um mehr als fünf Prozent.

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Boeing-Chef: 737-Max-Produktion stabilisiert sich langsamer als erwartet

Die Produktion der Boeing 737 Max stabilisiert sich „etwas langsamer“ als erwartet. Das gab CEO Kelly Ortberg am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz der Morgan Stanley bekannt. Der Hersteller rechnet jedoch damit, die Auslieferungen des meistverkauften Flugzeugs im kommenden Jahr steigern zu können.

Die Boeing-Aktie reagierte negativ auf die Aussagen des Managers. Im Nachmittagshandel lag das Papier mit mehr als fünf Prozent im Minus. Anleger zeigen sich zunehmend verunsichert über die anhaltenden Produktionsprobleme des US-Flugzeugbauers.

Engpass in der Flügelproduktion

Ortberg nannte einen konkreten Grund für die Verzögerungen: Die Flügelproduktion in der Fabrik in Renton im Bundesstaat Washington stelle derzeit einen Engpass dar. Dem wolle man jedoch mit entsprechenden Maßnahmen begegnen. Boeing produziert aktuell rund 47 Maschinen der 737-Max-Baureihe pro Monat.

Das Unternehmen bemüht sich seit Jahren, die Produktion seines wichtigsten Modells schrittweise hochzufahren. Eine Reihe von Sicherheits- und Qualitätskrisen hatte den Hersteller immer wieder zurückgeworfen. Die 737 Max war nach zwei tödlichen Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 weltweit mit Flugverboten belegt worden.

Zertifizierung der Max 10 rückt näher

Neben den aktuellen Produktionszahlen sprach Ortberg auch über die Zukunft der Modellfamilie. Er erwarte die Zertifizierung des größten Modells, der Boeing 737 Max 10, „sehr bald“. Dieses Modell liegt bereits seit Jahren hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Eine zeitnahe Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA wäre ein wichtiger Meilenstein für Boeing.

Offen ließ Ortberg hingegen die Frage nach möglichen Flugzeugbestellungen aus China. Präsident Donald Trump empfängt den chinesischen Staatschef Xi Jinping am 24. September im Weißen Haus. Ob Boeing in diesem Rahmen mit neuen Aufträgen rechnen kann, blieb unklar.

Die Lage bei Boeing bleibt damit angespannt. Der Konzern steht unter Druck, die Produktion zu stabilisieren und gleichzeitig das Vertrauen von Kunden, Investoren und Aufsichtsbehörden zurückzugewinnen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die angekündigten Maßnahmen greifen und die Auslieferungen wie erhofft steigen.

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