ANZEIGE

Intel und SK Hynix: Gespräche über US-Chipfertigung beflügeln Aktien

SK Hynix verhandelt mit Intel über erste Speicherchip-Produktion in den USA.

2 Min
Intel und SK Hynix: Gespräche über US-Chipfertigung beflügeln Aktien

Intel und SK Hynix befinden sich in Gesprächen über eine Fertigung von Speicherchips in den USA. Das berichtete Reuters am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Nachricht trieb die Aktien beider Unternehmen nach oben: Intel legte um fünf Prozent zu, während die an der Nasdaq notierten Anteile von SK Hynix um rund zwei Prozent stiegen.

SK Hynix erklärte auf Nachfrage, dass noch keine spezifischen Pläne finalisiert seien. Laut Reuters könnte SK Hynix einen Teil der Chipfertigungsanlage von Intel im US-Bundesstaat Ohio anmieten. Denkbar sei zudem die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens, an dem auch große Cloud-Anbieter beteiligt wären. Die Gespräche dienten zunächst der Exploration, und es seien noch keine Entscheidungen getroffen worden, sagte eine der Quellen gegenüber Reuters. Intel reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage von CNBC zu dem Bericht.

Ein strategischer Erfolg für Intels Foundry-Pläne

Sollte ein Deal zustande kommen, wäre dies ein großer Erfolg für Intel. Der Konzern ist bestrebt, namhafte Kunden für sein Fertigungsgeschäft (Foundry-Geschäft) zu gewinnen, das eine zentrale Säule der Strategie von CEO Lip-Bu Tan darstellt. Die Vereinbarung könnte zudem die Bemühungen der US-Regierung vorantreiben, mehr Halbleiterfertigung auf amerikanischen Boden anzusiedeln.

SK Hynix ist einer der weltweit führenden Anbieter von High-Bandwidth-Speicher (HBM), einem Schlüsselelement in den KI-Chips von Nvidia. Das Unternehmen produziert auch andere Arten von Speicherchips, die für KI-Anwendungen entscheidend sind. Ein Deal zwischen Intel und SK Hynix zur Fertigung fortschrittlicher Speicher wie HBM könnte jedoch auf Widerstand seitens der südkoreanischen Regierung stoßen, da diese Technologien als sensibel gelten, berichtete Reuters unter Berufung auf drei Quellen.

SK Hynix profitiert massiv vom KI-Boom

SK Hynix, das im Juli seine American Depository Receipts an der Nasdaq notiert hat, profitierte stark vom KI-Boom. Der Wettlauf um den Bau von Rechenzentren hat zu einem Mangel an Speicherchips geführt, was die Preise deutlich in die Höhe getrieben und es SK Hynix sowie seinem Konkurrenten Samsung ermöglicht hat, enorme Gewinne einzufahren. Die in Südkorea notierte Aktie von SK Hynix ist im vergangenen Jahr um 400 Prozent gestiegen.

Im Juni kündigte SK Hynix Pläne an, die Kapazität in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln. Die Nachfrage nach HBM sei „enorm“, sagte Vorsitzender Chey Tae-won im Juli gegenüber CNBC. Bereits im vergangenen Monat legte das Unternehmen den Grundstein für seine erste US-Fabrik im Bundesstaat Indiana. CEO Kwak Noh-Jung sagte, die Fabrik werde den Staat bis 2030 zu einer „wichtigen Produktionsbasis für HBM in Amerika“ machen.

Sollten die Gespräche mit Intel zu einer Einigung führen, würde dies die US-Präsenz von SK Hynix weiter ausbauen und Intels Foundry-Ambitionen einen bedeutenden Schub verleihen. Die Verhandlungen befinden sich jedoch noch in einem frühen Stadium.

IntelSk HynixChipfertigungHBMFoundryHalbleiterKi-BoomUs-Produktion

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  3. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  4. Marktdissonanz: Die historische Umschichtung von Anleihen in Aktien
  5. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück

Disclaimer