Critical Metals bestätigt: Fusion mit European Lithium steht zur Abstimmung
Übernahme von European Lithium durch Critical Metals erreicht Endphase – Abschluss im November erwartet.

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen Critical Metals Corporation hat bestätigt, dass die Übernahme des an der ASX gelisteten Unternehmens European Lithium die Endphase erreicht hat. Nach Erhalt der erforderlichen gerichtlichen Genehmigungen stehe das Geschäft nun kurz vor dem Abschluss, der voraussichtlich im November erfolgen soll.
Der Oberste Gerichtshof von Western Australia hatte bereits am 15. September grünes Licht gegeben. Das Gericht bestätigte, dass European Lithium mit der Einberufung von Treffen seiner Aktionäre fortfahren kann, um das von den beiden Unternehmen vorgeschlagene Schemata zu prüfen und darüber abzustimmen.
Milliardenschwere Transaktion
Bei der Transaktion handelt es sich um eine reine Aktienübernahme von European Lithium durch Critical Metals. Der Deal wird auf 835 Millionen US-Dollar bewertet. Nach dem Zusammenschluss werden die Aktionäre von European Lithium 41 Prozent des kombinierten Unternehmens halten.
Die Fusion bringt zwei bedeutende Rohstoffprojekte unter ein Dach. Zu den wichtigsten Vermögenswerten der vereinten Gruppe gehören das Seltene-Erden-Projekt Tanbreez in Grönland sowie das Lithium-Projekt Wolfsberg in Österreich.
Bedeutung für den europäischen Rohstoffmarkt
Das Wolfsberg-Projekt in Österreich ist eines der am weitesten fortgeschrittenen Lithium-Projekte in Europa. In Zeiten wachsender Bemühungen um eine unabhängige europäische Rohstoffversorgung gewinnt das Vorhaben zusätzliche strategische Bedeutung. Auch das Tanbreez-Projekt in Grönland gilt als vielversprechend, da es eines der größten bekannten Seltene-Erden-Vorkommen außerhalb Chinas umfasst.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung besonders interessant, da Critical Metals an der Nasdaq notiert ist und somit auch internationalen Investoren zugänglich ist. Die Fusion unterstreicht den Trend, dass westliche Unternehmen verstärkt in kritische Rohstoffe investieren, um Lieferketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einzelnen Ländern zu reduzieren.
Die Aktionäre von European Lithium werden nun zeitnah über das Schemata abstimmen. Sollte die Zustimmung erfolgen, steht dem Abschluss der Transaktion im November nichts mehr im Wege. Das kombinierte Unternehmen würde dann über ein breites Portfolio an Rohstoffprojekten verfügen, die für die Energiewende und die Elektromobilität von zentraler Bedeutung sind.
