Intel steigt in Elon Musks gigantisches KI-Chip-Projekt Terafab ein
Intel beteiligt sich gemeinsam mit SpaceX, Tesla und xAI am milliardenschweren Terafab-Projekt für KI-Chips in Austin, Texas.

Intel hat am Dienstag, dem 7. April, seine Beteiligung am Terafab-Projekt von Elon Musk offiziell bestätigt. Der US-Chiphersteller schließt sich damit SpaceX, Tesla und xAI an, um auf einem weitläufigen Gelände in Austin, Texas, hochmoderne Chipfabriken zu errichten. Das Projekt zielt darauf ab, jährlich ein Terawatt an Rechenleistung zu produzieren.
Musk hatte das ambitionierte Vorhaben bereits im vergangenen Monat angekündigt. Demnach sollen zwei separate Chipfabriken entstehen: Eine davon ist für die Energieversorgung von Fahrzeugen und humanoiden Robotern konzipiert, die andere soll KI-Rechenzentren im Weltraum beliefern. Hinter dem Projekt stehen mit SpaceX, Tesla und xAI gleich drei von Musks Unternehmen – wobei SpaceX und xAI kürzlich miteinander fusioniert sind.
Intels Rolle im Terafab-Verbund
Intel selbst beschreibt seinen Beitrag in einem Posting auf der Plattform X: „Unsere Fähigkeit, Ultra-Hochleistungschips in großem Maßstab zu entwerfen, zu fertigen und zu verpacken, wird dazu beitragen, das Ziel von Terafab zu beschleunigen, jährlich ein Terawatt an Rechenleistung zu produzieren, um künftige Fortschritte in den Bereichen KI und Robotik voranzutreiben." Der Konzern bringt damit seine gesamte Wertschöpfungskette – vom Chip-Design über die Fertigung bis hin zur Verpackung – in das Gemeinschaftsprojekt ein.
Die Ankündigung kam an den Märkten gut an: Intel-Aktien notierten im frühen Handel rund 2 Prozent im Plus. Damit setzt sich die starke Kursentwicklung des Unternehmens fort – seit Jahresbeginn haben die Papiere bereits rund 38 Prozent zugelegt. Für einen Konzern, der in den vergangenen Jahren unter erheblichem Wettbewerbsdruck stand, ist das ein bemerkenswertes Signal.
SpaceX plant noch in diesem Jahr den Börsengang
Besonders bemerkenswert ist auch eine Randnotiz im Zusammenhang mit dem Projekt: SpaceX hat in der vergangenen Woche vertraulich einen Antrag auf einen US-Börsengang gestellt und plant das Marktdebüt noch in diesem Jahr. Ein IPO von SpaceX wäre eines der größten Börsenereignisse seit Jahren und dürfte das Interesse institutioneller wie privater Anleger weltweit auf sich ziehen.
Das Terafab-Projekt steht exemplarisch für den globalen Wettlauf um KI-Infrastruktur. Regierungen und Technologiekonzerne investieren weltweit Milliarden in Rechenzentren, Chips und Energieversorgung, um die wachsende Nachfrage nach KI-Rechenleistung zu decken. Mit einem Ziel von einem Terawatt jährlicher Rechenleistung setzt Terafab dabei Maßstäbe, die weit über bestehende Projekte hinausgehen.
Für Intel bedeutet die Beteiligung an Terafab eine strategisch wichtige Positionierung im KI-Zeitalter. Der Konzern, der lange Zeit vor allem als PC- und Server-Prozessorhersteller bekannt war, versucht sich zunehmend als umfassender Anbieter von KI-Chip-Lösungen zu etablieren – und nutzt die Partnerschaft mit Musk als prominentes Aushängeschild für diese Ambitionen.
