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Broadcom sichert langfristigen Deal mit Google für KI-Chips

Broadcom entwickelt bis 2031 Googles maßgeschneiderte KI-Chips und verschafft Anthropic Zugang zu 3,5 Gigawatt Rechenkapazität.

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Broadcom sichert langfristigen Deal mit Google für KI-Chips

Broadcom hat am Montag den Abschluss einer langfristigen Vereinbarung mit Google bekanntgegeben. Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung und Lieferung künftiger Generationen von kundenspezifischen KI-Chips sowie weiterer Komponenten für Googles KI-Racks der nächsten Generation – und das bis zum Jahr 2031. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht offengelegt. Die Broadcom-Aktie reagierte positiv und stieg im nachbörslichen Handel um rund 3 Prozent.

Parallel dazu unterzeichnete Broadcom eine weitere Vereinbarung mit dem KI-Startup Anthropic. Ab 2027 soll Anthropic Zugang zu einer KI-Rechenkapazität von rund 3,5 Gigawatt erhalten, die auf den KI-Prozessoren von Google basiert. Anthropic erklärte, die neue Vereinbarung baue auf dem Engagement des Unternehmens auf, 50 Milliarden US-Dollar in die Stärkung der US-amerikanischen Computerinfrastruktur zu investieren.

Googles TPUs als Nvidia-Alternative im Aufwind

Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen Googles sogenannte Tensor Processing Units, kurz TPUs. Diese kundenspezifischen Chips sind speziell für KI-Workloads ausgelegt und gelten als ernstzunehmende Alternative zu den marktführenden und kostenintensiven Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia. Die Nachfrage nach solchen maßgeschneiderten Chips ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, da immer mehr Unternehmen nach kosteneffizienteren Lösungen für ihre KI-Infrastruktur suchen.

Reuters hatte bereits im Dezember berichtet, dass Google aktiv daran arbeitet, seine TPUs als tragfähige Alternative zu Nvidias dominierenden GPUs zu positionieren. Die TPU-Verkäufe haben sich inzwischen zu einem entscheidenden Wachstumsmotor für die Cloud-Umsätze von Google entwickelt. Das Unternehmen steht unter Druck, gegenüber Investoren nachzuweisen, dass seine milliardenschweren KI-Investitionen tatsächlich Renditen erwirtschaften.

Anthropics Wachstum beschleunigt sich rasant

Für Anthropic kommt die Vereinbarung zu einem Zeitpunkt außergewöhnlichen Wachstums. Die annualisierte Umsatzrate des Startups übersteigt laut eigenen Angaben inzwischen 30 Milliarden US-Dollar – nach rund 9 Milliarden US-Dollar Ende 2025. Die Nachfrage nach dem KI-Modell Claude hat sich demnach im Jahr 2026 erheblich beschleunigt.

Anthropic betreibt und trainiert sein Modell Claude auf einer Reihe verschiedener KI-Hardware-Systeme. Dazu zählen Trainium von Amazon Web Services, Google TPUs sowie Nvidia GPUs. Amazon bleibt dabei weiterhin der primäre Cloud-Anbieter und Trainingspartner des Unternehmens.

Die neuen Vereinbarungen unterstreichen den wachsenden Wettbewerb im Markt für KI-Infrastruktur. Für Broadcom bedeuten die Deals eine erhebliche Stärkung seiner Position als Schlüssellieferant im globalen KI-Ökosystem – und eine langfristige Absicherung des Geschäfts weit über das laufende Jahrzehnt hinaus.

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