Goldpreise fallen in ruhigem Feiertagshandel
Märkte blicken auf US-Daten und mögliche Fed-Entscheidungen für 2025

Gold verzeichnete am Montag einen leichten Rückgang in einem ruhigen Handelsumfeld, da die Märkte auf anstehende US-Wirtschaftsdaten und mögliche Auswirkungen der Politik des designierten Präsidenten Donald Trump auf die Zinsentscheidungen der Federal Reserve im Jahr 2025 warteten. Der Spotpreis für Gold sank um 0,3 % auf 2.611,39 US-Dollar pro Unze, während die US-Goldfutures ebenfalls um 0,3 % auf 2.624,00 US-Dollar fielen.
Die Handelsaktivitäten blieben aufgrund der Feiertage gering, erklärte Giovanni Staunovo, Analyst bei UBS. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richte sich auf kommende Wirtschaftsdaten aus den USA, die Hinweise auf eine mögliche Abschwächung der Wirtschaft liefern könnten. Diese Entwicklung könnte es der Federal Reserve ermöglichen, ihre Zinssenkungen fortzusetzen. In diesem Zusammenhang hatte Fed-Chef Jerome Powell Anfang des Monats betont, dass weitere Zinssenkungen mit Vorsicht angegangen würden, nachdem im Dezember eine erwartete Senkung um 0,25 Prozentpunkte erfolgt war.
In der kommenden Woche stehen wichtige Berichte auf der Agenda, darunter Daten zu US-Stellenangeboten, der ADP-Beschäftigungsbericht, das Protokoll der Fed-Sitzung vom Dezember sowie der umfassende Beschäftigungsbericht der USA. Diese Veröffentlichungen könnten entscheidende Einblicke in den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt liefern. Gleichzeitig setzt sich der Trend fort, dass Zentralbanken Gold kaufen, um ihre Reserven zu diversifizieren, was als stabilisierender Faktor für den Goldpreis gilt.
Trotz des aktuellen Rückgangs hat Gold in diesem Jahr eine beeindruckende Wertsteigerung von etwa 27 % verzeichnet und erreichte am 31. Oktober mit 2.790,15 US-Dollar pro Unze ein Allzeithoch. Die Nachfrage wird weiterhin von anhaltenden US-Zinssenkungen und einer stabilen Investmentnachfrage gestützt. Die Märkte bereiten sich zudem auf bedeutende politische Veränderungen in den USA vor, darunter mögliche Zollerhöhungen, Deregulierungen und Steuerreformen, die mit Trumps Amtsantritt im Januar einhergehen könnten.
Neben Gold zeigten auch andere Edelmetalle unterschiedliche Entwicklungen. Der Spotpreis für Silber blieb stabil bei 29,38 US-Dollar pro Unze. Platin stieg um 0,4 % auf 923,53 US-Dollar, nachdem es am Freitag ein Drei-Monats-Tief erreicht hatte. Palladium legte leicht um 0,1 % auf 912,73 US-Dollar zu. Gold bleibt angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten weiterhin ein bevorzugtes Absicherungsmittel.
