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Goldimporte in Indien brechen im Dezember ein

Hohe Preise und ausbleibende Feste dämpfen die Nachfrage deutlich

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Goldimporte in Indien brechen im Dezember ein

Indiens Goldimporte verzeichnen im Dezember einen deutlichen Rückgang, nachdem sie im November auf ein Rekordhoch gestiegen waren. Der Anstieg der Preise und das Ausbleiben größerer Festivals dämpfen die Nachfrage, erklärten Handels- und Regierungsvertreter. Diese Entwicklung könnte die globale Goldpreisrally bremsen, die im Oktober ein Allzeithoch erreicht hatte. Zudem könnte der Rückgang der Importe Indiens Handelsbilanzdefizit verringern und die schwächelnde Rupie stützen.

Im November verdoppelten sich die Goldimporte im Vergleich zum Vormonat und erreichten einen Wert von 14,8 Milliarden US-Dollar. Dies führte zu einem Rekorddefizit in der Handelsbilanz und einem Allzeittief der Rupie. Prithviraj Kothari, Präsident der India Bullion and Jewellers Association (IBJA), sagte, dass die hohe Nachfrage nach Gold für Schmuck und als Anlage im vergangenen Monat zu den gestiegenen Importen führte. Er fügte jedoch hinzu, dass die Situation sich mittlerweile abgekühlt habe und die Importe im Dezember voraussichtlich um mehr als 50 Prozent auf etwa 5 Milliarden US-Dollar sinken könnten.

Ein Händler einer privaten Goldimportbank in Mumbai erklärte, dass viele Käufer im November auf niedrigere Preise gewartet hatten und nach einer Preiskorrektur ihre Käufe tätigten. Die lokalen Goldpreise fielen Mitte November auf 73.300 Rupien pro 10 Gramm, nachdem sie im Oktober ein Rekordhoch von 79.775 Rupien erreicht hatten. Im Dezember stiegen die Preise jedoch wieder an, was die Käufer abschreckt und zu einem deutlichen Rückgang der Importe führt.

Ein Zollbeamter, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass in diesem Monat bislang weniger Goldlieferungen zur Abfertigung eingegangen seien als im Vormonat. Die schwächere Nachfrage führte dazu, dass indische Händler in dieser Woche Rabatte von bis zu 8 US-Dollar pro Unze auf die offiziellen Inlandspreise anboten. Im November hatten sie hingegen noch einen Aufschlag von bis zu 16 US-Dollar verlangt.

Die Nachfrage im November wurde durch die starken Renditen von Gold als Anlage im Vergleich zum Aktienmarkt befeuert. Der indische Aktienindex NSE Nifty 50 fiel im November auf 23.263,15 Punkte, was einem Rückgang von 11 Prozent seit dem Rekordhoch Ende September entspricht. Zudem sorgte die Festtagssaison für eine hohe Nachfrage nach Goldschmuck. Insbesondere nach den Festivals von Dussehra und Diwali hatten Juweliere ihre Lagerbestände wieder aufgefüllt, erklärte Amit Modak, Geschäftsführer des Schmuckunternehmens PN Gadgil & Sons.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass der Preisanstieg und die abgeschlossene Festtagssaison die Kaufbereitschaft der indischen Verbraucher erheblich beeinflussen. Damit scheint der November ein einmaliger Höhepunkt gewesen zu sein, während der Dezember eine Normalisierung der Importe bringt.

GoldIndienInvestitionenGoldpreis

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