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Goldpreis unter Druck durch festen Dollar

Anleger warten auf Trumps Fed-Entscheidungen und mögliche Zinssenkung im September

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Goldpreis unter Druck durch festen Dollar

Der Goldpreis ist am Mittwoch leicht gesunken, nachdem sich der US-Dollar im Vergleich zum Vortag etwas fester zeigte. Gleichzeitig hielten sich Anleger mit größeren Engagements zurück, da eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump über Personalien in der US-Notenbank Fed erwartet wird. Der Spotpreis für Gold lag zuletzt 0,1 Prozent tiefer bei 3.376,69 US-Dollar je Feinunze. Auch die US-Gold-Futures gaben im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 3.432,40 Dollar nach, nachdem der Preis am Vortag ein Zweiwochenhoch erreicht hatte.

Der Dollar konnte sich nach einem zwischenzeitlichen Wochentief wieder erholen. Grund dafür war die jüngste Veröffentlichung schwächer als erwarteter Arbeitsmarktdaten in den USA, die Spekulationen auf eine Zinssenkung der Federal Reserve im September neu befeuerten. Ein stärkerer Dollar mindert in der Regel die Attraktivität von Gold für Anleger, die andere Währungen halten, da das Edelmetall in US-Dollar gehandelt wird.

Marktanalyst Ilya Spivak von Tastylive beschrieb die aktuelle Situation als ein Kräftemessen zwischen unterschiedlichen Faktoren. Während sinkende Renditen den Goldpreis stützen, verhindere die relative Stärke des Dollars größere Kursausschläge. Dies habe zuletzt zu einer gewissen Preisstagnation geführt, da Anleger auf klare Signale warteten.

Präsident Trump kündigte am Dienstag an, zeitnah einen Interimsnachfolger für Fed-Gouverneurin Adriana Kugler benennen zu wollen, die am Freitag ihren Rücktritt erklärt hatte. Zudem werde er in Kürze auch seinen Vorschlag für die Nachfolge des Fed-Vorsitzenden präsentieren. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im September derzeit bei fast 88 Prozent – eine Folge der enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen vom Freitag. Kurz nach deren Veröffentlichung hatte Trump auch den Leiter des US-Arbeitsstatistikamts entlassen.

Auf internationaler Ebene verschärften sich unterdessen die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und Indien. Trump drohte erneut mit höheren Zöllen auf Importe aus Indien, unter Verweis auf dessen Käufe von russischem Öl. Die indische Regierung wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und kündigte an, ihre wirtschaftlichen Interessen entschlossen zu verteidigen.

Die australische Perth Mint meldete für Juli einen deutlichen Rückgang ihrer Goldverkäufe um 33 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch der Absatz von Silberprodukten sank und erreichte den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Der Spotpreis für Silber zeigte sich zuletzt unverändert bei 37,85 Dollar je Unze. Platin notierte 0,1 Prozent schwächer bei 1.319,35 Dollar, während Palladium um 0,6 Prozent auf 1.168,17 Dollar fiel.

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