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Goldpreis stabil nahe Einwochenhoch nach US-Daten

Schwacher Arbeitsmarkt nährt Zinssenkungshoffnung und belastet Dollar sowie Anleiherenditen

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Goldpreis stabil nahe Einwochenhoch nach US-Daten

Der Goldpreis hat sich am Dienstag stabil gezeigt und blieb in der Nähe eines Einwochenhochs, das in der vorherigen Sitzung erreicht worden war. Grund dafür waren schwächer als erwartete Arbeitsmarktdaten aus den USA, die Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung der US-Notenbank im September anheizten. Die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik belastete den US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen, was Gold als Anlageklasse stützte.

Der Preis für eine Feinunze Spot-Gold notierte zuletzt bei 3.371,40 US-Dollar. Bereits am Montag war der höchste Stand seit dem 24. Juli erreicht worden. Die US-Gold-Futures verharrten unverändert bei 3.425,30 US-Dollar je Unze. Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger. Der Dollarindex bewegte sich zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit einer Woche.

Auch die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe sank auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Marktanalysten sehen darin eine verbesserte kurzfristige Dynamik für steigende Goldpreise. Der Analyst Kelvin Wong verwies darauf, dass die zugrunde liegende Markterwartung weiterhin auf eine Zinssenkung durch die US-Notenbank im September hindeute, was Gold zusätzlich unterstütze.

Die neuesten Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen schwächer aus als prognostiziert. Im Juli wuchs die Beschäftigung langsamer, zudem wurden die Zahlen für Mai und Juni um insgesamt 258.000 Stellen nach unten korrigiert. Diese Entwicklung signalisiert eine Abkühlung am Arbeitsmarkt. Laut dem CME FedWatch Tool rechnen Händler mittlerweile mit einer 92-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einer Zinssenkung im kommenden Monat.

Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit. Besonders in einem Umfeld niedriger Zinsen gewinnt das Edelmetall an Attraktivität. Dennoch bleibt ein technischer Widerstand bestehen. Analyst Wong betonte, dass ohne einen klaren Auslöser die Marke von 3.450 US-Dollar vorerst schwer zu überwinden sei.

Parallel dazu sorgte eine Äußerung von Ex-US-Präsident Donald Trump für zusätzliche Spannungen im globalen Handel. Er drohte erneut mit Strafzöllen auf indische Waren wegen der Ölimporte aus Russland. Die Regierung in Neu-Delhi bezeichnete die Äußerungen als ungerechtfertigt und kündigte an, die wirtschaftlichen Interessen des Landes zu verteidigen.

Während Gold stabil blieb, verzeichneten andere Edelmetalle Verluste. Der Spotpreis für Silber fiel um 0,1 Prozent auf 37,37 US-Dollar pro Unze. Platin verlor 0,4 Prozent und wurde mit 1.324,05 US-Dollar gehandelt. Palladium gab ebenfalls 0,4 Prozent nach und lag bei 1.201,47 US-Dollar.

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