ANZEIGE

Goldpreis steigt wegen US-Zollunsicherheit

Anleger flüchten in sichere Häfen – auch wegen möglicher Halbleiterzölle

2 Min
 Goldpreis steigt wegen US-Zollunsicherheit

Die Preise für Gold sind am Dienstag gestiegen, während die Märkte weiterhin von Unsicherheiten rund um die geplanten US-Zölle belastet werden. Der Spotpreis für Gold erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 3.229,93 US-Dollar je Feinunze. Damit lag der Kurs nur knapp unter dem Rekordhoch vom Montag, das bei 3.245,42 US-Dollar lag. Auch die US-Gold-Futures verzeichneten ein Plus von 0,6 Prozent und erreichten 3.246,50 US-Dollar.

Laut Einschätzung eines Marktstrategen von IG ist die Nachfrage der Anleger nach defensiven Vermögenswerten anhaltend hoch. Diese Entwicklung sei auf die zunehmende Volatilität in den Portfolios zurückzuführen, die sich aus der Erwartung weiterer US-Zölle ergebe. Die US-Regierung treibt derzeit Untersuchungen zu Importen von Pharmazeutika und Halbleitern voran. Ziel ist es, Zölle auf diese Bereiche zu erheben. Zur Begründung wird auf eine mögliche Gefährdung der nationalen Sicherheit durch die starke Abhängigkeit von ausländischer Produktion verwiesen.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, in der kommenden Woche die konkrete Höhe der Zölle auf importierte Halbleiter bekanntzugeben. Diese Ankündigung sorgt bei den Marktteilnehmern weiterhin für Unsicherheit. Analysten zufolge ist der Aufwärtstrend bei Gold durch das aktuelle Marktumfeld gestützt und könnte sich fortsetzen, solange die handelspolitischen Spannungen andauern.

Der Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, Raphael Bostic, erklärte, die Unsicherheit über die Zollpolitik und andere wirtschaftspolitische Maßnahmen habe die US-Wirtschaft in eine Art „große Pause“ versetzt. Er sprach sich dafür aus, mit geldpolitischen Entscheidungen zu warten, bis mehr Klarheit über die zukünftige Ausrichtung der Politik bestehe.

Gold gilt traditionell als Absicherung gegen weltwirtschaftliche Unsicherheiten und Inflation. In einem Umfeld niedriger Zinsen profitiert das Edelmetall zusätzlich. Investitionen in physisch gedeckte, chinesische Gold-ETFs haben im bisherigen Monatsverlauf bereits das gesamte Volumen des ersten Quartals übertroffen und liegen über den Zuflüssen in vergleichbare US-Fonds, wie Daten des World Gold Council zeigen.

Während der Silberpreis mit 32,33 US-Dollar je Feinunze stabil blieb, gaben die Preise für andere Edelmetalle leicht nach. Platin verlor 0,1 Prozent auf 950,65 US-Dollar und Palladium sank um 1,1 Prozent auf 945,19 US-Dollar.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer