ANZEIGE

Goldpreis steigt leicht nach zwischenzeitlichem Rückgang

Schwächerer Dollar und geopolitische Entspannung dämpfen Nachfrage nach sicherem Hafen

2 Min
Goldpreis steigt leicht nach zwischenzeitlichem Rückgang

Der Goldpreis hat sich nach einem Rückgang auf ein Tief von über einem Monat leicht erholt. Auslöser dafür war ein schwächerer US-Dollar, der das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger machte. In der Nacht zum Montag stieg der Preis für Spot-Gold um 0,1 Prozent auf 3.277,62 US-Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor den niedrigsten Stand seit dem 29. Mai erreicht hatte. Auch die US-Gold-Futures zeigten sich stabil bei 3.288,90 US-Dollar.

Die jüngste Entspannung in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China hat die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen spürbar verringert. Die Risikobereitschaft der Anleger nahm zu, da sich unter anderem die geopolitische Lage im Nahen Osten stabilisierte. Analysten wiesen darauf hin, dass sich die Aussichten auf eine Lösung der Zollstreitigkeiten sowie eine anhaltende Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran dämpfend auf die Goldnachfrage auswirkten. Die zwölf Tage andauernden Gefechte in der Region scheinen zunächst beendet.

Auch die Aktienmärkte in Asien legten zu, während die Futures an der Wall Street ebenfalls auf eine positive Eröffnung hindeuteten. Parallel dazu fiel der US-Dollar-Index um 0,2 Prozent, was Gold in anderen Währungen günstiger macht. Der Chefanalyst von KCM Trade, Tim Waterer, erklärte, dass die entspanntere Stimmung rund um Handelsgespräche und die Lage im Nahen Osten das Interesse an sicheren Anlageformen wie Gold verringere.

Der US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Freitag erklärt, dass Fortschritte in den Verhandlungen mit China erzielt wurden. Konkret einigten sich beide Seiten auf Lösungen bei der Lieferung seltener Erden und Magneten in die Vereinigten Staaten. Ziel der Trump-Regierung sei es, die laufenden Handelsabkommen mit verschiedenen Ländern bis zum Feiertag am 1. September abzuschließen.

Kanada stoppte am späten Sonntag überraschend seine geplante Digitalsteuer auf US-Technologiekonzerne – wenige Stunden vor deren Inkrafttreten. Damit will Ottawa festgefahrene Handelsgespräche mit Washington wiederbeleben. Analyst Waterer betonte zudem, dass die Marke von 3.250 US-Dollar eine wichtige technische Unterstützung für Gold darstelle. Ein Unterschreiten dieser Schwelle könnte Kursverluste in Richtung 3.200 US-Dollar beschleunigen.

Die Preise für andere Edelmetalle entwickelten sich ebenfalls freundlich. Silber verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 36,14 US-Dollar pro Unze. Platin gewann 1,9 Prozent auf 1.364,74 US-Dollar, während Palladium um 1,5 Prozent auf 1.150,50 US-Dollar zulegte.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer