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Goldpreis steigt durch schwächeren US-Dollar

Chinas Zentralbankkäufe und Unsicherheit über Trumps Zollpläne stützen die Entwicklung

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Goldpreis steigt durch schwächeren US-Dollar

Goldpreise stiegen am Dienstag, da der US-Dollar aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich der Zollpläne des designierten Präsidenten Donald Trump schwächer wurde. Unterstützung kam zudem von der chinesischen Zentralbank, die im Dezember zum zweiten Mal in Folge ihre Goldreserven aufstockte. Der Spotpreis für Gold stieg um 0,5 % auf 2.648,75 US-Dollar pro Unze. Auch die US-Gold-Futures verzeichneten ein Plus von 0,5 % und erreichten 2.660,20 US-Dollar.

Ein entscheidender Faktor für diesen Anstieg war die Abschwächung des US-Dollars in den letzten zwei Handelssitzungen, wie Ricardo Evangelista, leitender Analyst bei ActivTrades, erklärte. Der Dollar-Index fiel auf ein einwöchiges Tief gegenüber anderen Hauptwährungen, nachdem ein Bericht der Washington Post spekulierte, dass Trumps Zollpolitik weniger aggressiv ausfallen könnte als ursprünglich angekündigt. Trump wies diesen Bericht jedoch zurück, was die Unsicherheit über die zukünftige US-Handelspolitik verstärkte. Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer in anderen Währungen günstiger.

Marktteilnehmer richten ihren Fokus auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag erwartet wird, sowie auf weitere wirtschaftliche Indikatoren wie die Zahl offener Stellen, die ADP-Beschäftigungsdaten und das Protokoll der Fed-Sitzung vom Dezember. Fed-Gouverneurin Lisa Cook äußerte am Montag, dass die Zentralbank angesichts einer soliden Wirtschaft und einer hartnäckig hohen Inflation vorsichtig mit weiteren Zinssenkungen sein könne. Zwar gilt Gold als Absicherung gegen Inflation, jedoch mindern hohe Zinsen die Attraktivität des nicht verzinslichen Metalls.

Laut offiziellen Daten beliefen sich die Goldreserven Chinas Ende Dezember auf 73,29 Millionen Feinunzen, was den zweiten Monat in Folge einer Aufstockung entspricht. Ricardo Evangelista bewertete diesen Schritt Pekings als Signal, dass das Goldkaufprogramm der Zentralbank weiterhin aktiv ist. Dies dürfte den Goldpreis weiterhin stützen.

Im Jahr 2024 verzeichnete der Goldpreis einen Anstieg von etwa 27 %, hauptsächlich befeuert durch starke Käufe der Zentralbanken und Zinssenkungen der Fed. Neben Gold legten auch andere Edelmetalle zu: Silber stieg um 0,8 % auf 30,19 US-Dollar pro Unze, Platin gewann 1,2 % auf 944,39 US-Dollar, und Palladium erhöhte sich um 0,9 % auf 928,38 US-Dollar.

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