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Goldpreis auf Höchststand seit drei Wochen

Schwächerer Dollar und geopolitische Spannungen treiben Nachfrage nach sicheren Häfen

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Goldpreis auf Höchststand seit drei Wochen

Gold erreichte am Freitag den höchsten Stand seit drei Wochen, gestützt durch einen schwächeren US-Dollar und Zuflüsse in sichere Häfen. Der Spotpreis für Gold lag unverändert bei 2.654,21 US-Dollar je Unze und erreichte damit den höchsten Wert seit dem 13. Dezember. Im Laufe der Woche verzeichnete Gold ein Plus von etwa 1,3 Prozent. Die US-Gold-Futures blieben stabil bei 2.668,70 US-Dollar.

Der Dollarindex verlor 0,4 Prozent gegenüber den wichtigsten Währungen, nachdem er in der vorherigen Sitzung ein Zweijahreshoch erreicht hatte. Dies machte in Dollar notiertes Gold für Inhaber anderer Währungen erschwinglicher. Analysten sehen darin eine Unterstützung für den Goldpreis, insbesondere angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten vor der Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar. Seine angekündigten protektionistischen Maßnahmen und Zölle könnten laut Experten inflationsfördernd wirken und Handelskonflikte entfachen. Die Rolle von Gold als Inflationsschutz könnte dadurch gestärkt werden.

Geopolitische Spannungen beeinflussen ebenfalls die Marktlage. Israelische Luftangriffe in Gaza führten laut Behördenangaben zu mindestens 68 Todesopfern, während Russland einen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew durchführte. Solche Ereignisse fördern oft die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen.

Der Edelmetallmarkt profitierte zudem von einem Zinsumfeld, das weiterhin von niedrigen Raten geprägt ist. Nach drei Zinssenkungen im Jahr 2024 plant die US-Notenbank für 2025 nur noch zwei weitere Kürzungen, da die Inflation hartnäckig hoch bleibt. Analysten erwarten, dass dieses Umfeld für Gold und andere Edelmetalle günstig bleibt.

Silber verzeichnete einen Anstieg von 0,5 Prozent auf 29,72 US-Dollar je Unze. UBS prognostiziert, dass Silber im Jahr 2025 zwischen 36 und 38 US-Dollar gehandelt wird, gestützt durch niedrigere reale Renditen in den USA und eine stärkere globale Industrieproduktion. Auch Platin und Palladium legten zu, mit wöchentlichen Gewinnen von 0,9 Prozent bzw. 1,4 Prozent.

Die Aktienmärkte in den USA schlossen am ersten Handelstag des Jahres im Minus, nachdem sie zunächst mit Gewinnen gestartet waren. Dies unterstreicht die Unsicherheit an den Märkten, die weiterhin von wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen geprägt sind. Gold und andere Edelmetalle könnten in diesem Umfeld ihre Rolle als Absicherung gegen Unsicherheiten weiter behaupten.

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