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Goldpreise unter Druck durch steigende Anleiherenditen

Anleger warten auf US-Wirtschaftsdaten und Fed-Entscheidungen für 2025

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Goldpreise unter Druck durch steigende Anleiherenditen

Die Goldpreise sind zu Beginn der Woche gesunken, da die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen. Gleichzeitig richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf bevorstehende wirtschaftliche Daten, um Rückschlüsse auf den zukünftigen Kurs der Zinspolitik der US-Notenbank im Jahr 2025 zu ziehen. Der Preis für Spotgold fiel um 0,6 % auf 2.624,20 US-Dollar pro Unze, während die Gold-Futures um 0,8 % auf 2.633,80 US-Dollar nachgaben. Diese Entwicklungen spiegeln eine schwächere Dynamik wider, die unter anderem durch gestiegene Renditen und Unsicherheiten im Vorfeld wichtiger Wirtschaftsdaten ausgelöst wurde, wie Analysten berichten.

Besonders im Fokus steht der monatliche US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird. Dieser Bericht könnte entscheidend dazu beitragen, die Erwartungen hinsichtlich der Zinspolitik der Federal Reserve für das laufende Jahr zu formen. Die Zentralbank hatte im vergangenen Monat mit einer Verringerung der prognostizierten Zinssenkungen überrascht, da die Inflationsrate weiterhin deutlich über dem angestrebten Ziel von zwei Prozent liegt. Neben dem Arbeitsmarktbericht erwarten Marktteilnehmer auch die Veröffentlichung von Daten zu offenen Stellen am Dienstag, die ADP-Beschäftigungszahlen sowie die Protokolle der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Fed am Mittwoch.

Auch langfristige Prognosen zur Entwicklung des Goldpreises wurden angepasst. Goldman Sachs verschob seine Vorhersage eines Preises von 3.000 US-Dollar pro Feinunze Gold vom Dezember 2025 auf das zweite Quartal 2026. Der Grund hierfür seien weniger erwartete Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Die Analysten des Unternehmens erklärten, dass gegensätzliche Kräfte, wie eine niedrigere spekulative Nachfrage und ein strukturell höheres Zentralbankkaufverhalten, den Goldpreis in den vergangenen Monaten innerhalb eines engen Rahmens stabilisiert hätten. Zudem sei die Nachfrage nach börsengehandelten Fonds (ETFs) hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Neben Gold verzeichneten auch andere Edelmetalle unterschiedliche Preisentwicklungen. Während der Silberpreis um 0,8 % auf 29,84 US-Dollar pro Unze stieg, gab der Platinpreis leicht um 0,2 % auf 936,05 US-Dollar nach. Palladium legte hingegen um 0,4 % auf 926,25 US-Dollar zu. Analysten verwiesen darauf, dass die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten voraussichtlich abnehmen könnten, wodurch die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold begrenzt bleibe.

In diesem Kontext bleibt Gold als Absicherung gegen Inflation und Unsicherheiten relevant, obwohl hohe Zinssätze die Attraktivität des zinslosen Vermögenswertes mindern. Marktbeobachter erwarten daher weiterhin eine volatile Entwicklung, die von makroökonomischen Indikatoren und geldpolitischen Entscheidungen beeinflusst wird.

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