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Goldpreis fällt weiter vor US-Inflationsdaten

Waffenruhe im Nahen Osten und Handelsfortschritte belasten sichere Anlageformen

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Goldpreis fällt weiter vor US-Inflationsdaten

Der Goldpreis ist in der vergangenen Woche erneut unter Druck geraten und verzeichnete den zweiten Wochenverlust in Folge. Am Freitag fiel der Preis für eine Feinunze um 1,2 Prozent auf 3.288,55 US-Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Minus von insgesamt 2,3 Prozent. Auch die US-Gold-Futures gaben nach und notierten zuletzt bei 3.300,40 US-Dollar – ein Rückgang um 1,4 Prozent.

Ausschlaggebend für den Preisverfall waren vor allem geopolitische Entspannungen sowie Fortschritte im internationalen Handel. Die vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran hat die Nachfrage nach sicheren Anlageformen wie Gold deutlich gedämpft. Gleichzeitig verständigten sich die Vereinigten Staaten und China auf Maßnahmen zur Beschleunigung von Lieferungen seltener Erden, was als weiteres Signal sinkender geopolitischer Spannungen interpretiert wurde.

Nach zwölf Tagen der heftigsten Konfrontationen zwischen Israel und dem Iran normalisierte sich die Lage zuletzt wieder. Die Waffenruhe war am Dienstag in Kraft getreten. Auch im Handelskonflikt zwischen Washington und Peking zeichnet sich eine vorsichtige Annäherung ab – eine Entwicklung, die laut Analysten das Anlegerinteresse verstärkt auf risikoreichere Anlagen lenkt und damit die Attraktivität von Gold als Krisenwährung verringert.

Zusätzlich richtete sich der Fokus der Märkte auf die US-Inflationsdaten, insbesondere auf den sogenannten PCE-Index, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die Erwartungen der Analysten lagen bei einem monatlichen Anstieg um 0,1 Prozent sowie einem jährlichen Zuwachs von 2,6 Prozent. Die Entwicklung dieser Kennziffer gilt als wichtiger Hinweis für die weitere Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve.

Derzeit rechnen die Märkte mit Zinssenkungen im Umfang von 63 Basispunkten bis Jahresende, beginnend im September. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass die verhaltene Inflation bereits jetzt eine Lockerung der Geldpolitik rechtfertige. Bislang haben sich jedoch lediglich zwei Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed offen für eine Zinssenkung im Juli ausgesprochen.

Auch bei anderen Edelmetallen kam es am Freitag zu Kursbewegungen. Silber gab um 0,5 Prozent nach und wurde mit 36,44 US-Dollar je Unze gehandelt. Platin verlor 2,8 Prozent und fiel auf 1.378,18 US-Dollar, nachdem zuvor der höchste Stand seit fast elf Jahren erreicht worden war. Palladium legte hingegen um 0,3 Prozent zu und notierte bei 1.135,36 US-Dollar – dem höchsten Stand seit Oktober 2024.

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