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Goldpreis sinkt wegen Entspannung im Handelsstreit

US-Zölle gesenkt, Markt erwartet Hinweise zur Zinspolitik der Fed

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 Goldpreis sinkt wegen Entspannung im Handelsstreit

Der Goldpreis ist im frühen Handel gefallen, nachdem eine Entspannung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China die Nachfrage nach sicheren Anlageformen wie Gold geschwächt hat. Der Spotpreis für Gold sank um 0,7 Prozent auf 3.226,11 US-Dollar je Unze. Die US-Gold-Futures gaben um 0,6 Prozent auf 3.229,50 US-Dollar nach. Marktteilnehmer beobachten derzeit aufmerksam weitere Inflationsdaten, um Rückschlüsse auf die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank zu ziehen.

Ein Analyst von Capital.com erklärte, dass die positiven Entwicklungen in der US-Handelspolitik kurzfristig die Attraktivität von Gold verringerten. Sollte es weiterhin Fortschritte in den Handelsgesprächen geben und neue Abkommen mit Handelspartnern abgeschlossen werden, könnte der Goldpreis weiter nachgeben. Die Marke von 3.200 US-Dollar gilt dabei als eine wichtige technische Unterstützungszone.

Im Zuge eines neuen Präsidialerlasses der US-Regierung soll der sogenannte „de minimis“-Zollsatz für niedrigwertige Sendungen aus China auf 30 Prozent gesenkt werden. Fachleute werten dies als weiteren Schritt zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Präsident Trump äußerte am Montag, dass er nicht davon ausgehe, dass die Zölle auf chinesische Waren nach Ablauf der 90-tägigen Frist wieder auf 145 Prozent steigen werden. Er rechne stattdessen mit einer Einigung zwischen Washington und Peking.

Das US-Arbeitsministerium teilte unterdessen mit, dass der Verbraucherpreisindex im April um 0,2 Prozent gestiegen sei. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet, nachdem im März noch ein Rückgang um 0,1 Prozent verzeichnet worden war. Die Veröffentlichung der Daten zum Erzeugerpreisindex, die für Donnerstag erwartet wird, dürfte weitere Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank geben. Der Markt rechnet derzeit mit Zinssenkungen um insgesamt 53 Basispunkte bis zum Jahresende, beginnend im September.

Gold gilt traditionell als Absicherung gegen Inflation und profitiert in der Regel von einem Umfeld niedriger Zinsen. Präsident Trump erneuerte am Dienstag seine Forderung nach Zinssenkungen durch die Fed und verwies auf gesunkene Preise für Benzin, Lebensmittel und andere Konsumgüter.

Silber verlor im Verlauf um 0,8 Prozent auf 32,61 US-Dollar je Unze. Platin blieb mit 988,65 US-Dollar weitgehend stabil, während Palladium um 0,9 Prozent auf 948,60 US-Dollar fiel.

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