Goldpreise fallen nach US-Arbeitsmarktdaten
Dollarstärke und Zinserwartungen dämpfen Goldnachfrage trotz Unsicherheit

Goldpreise gaben am Montag nach, nachdem starke US-Arbeitsmarktdaten die vorsichtige Haltung der US-amerikanischen Notenbank gegenüber Zinssenkungen untermauerten und den Dollar stärkten. Der Preis für Gold fiel um 0,5 % auf 2.677,13 USD pro Unze und entfernte sich damit von den fast einmonatigen Höchstständen, die am Freitag erreicht worden waren. US-Gold-Futures fielen um 0,4 % auf 2.704,50 USD.
Der Dollarindex erreichte ein Zwei-Jahres-Hoch, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht die Haltung der Federal Reserve bezüglich einer vorsichtigen Geldpolitik stärkte. Ein stärkerer Dollar macht in Dollar nominierte Goldbarren für ausländische Käufer teurer. "Ein stärkerer Dollar und höhere US-Zinsen bleiben ein Hindernis für Gold, doch die erhöhte Markunsicherheit, die sich aus steigenden Energiepreisen, möglichen Zöllen und anhaltenden Inflationssorgen ergibt, unterstützt die Nachfrage nach dem gelben Metall als sicheren Hafen", erklärte Giovanni Staunovo, Analyst bei UBS.
Donald Trump wird am 20. Januar sein Amt antreten, und einige Ökonomen warnen, dass seine geplanten Zölle zu Handelskriegen und Inflation führen könnten. In einem solchen Szenario dürfte Gold, das als Absicherung gegen Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit gilt, voraussichtlich gut abschneiden. Für diese Woche stehen wichtige US-Daten wie der Verbraucherpreisindex (CPI), der Erzeugerpreisindex (PPI), wöchentliche Arbeitslosenanträge und Einzelhandelsumsätze auf der Agenda. Zudem werden mehrere Vertreter der Federal Reserve sprechen und weitere Hinweise auf die Zinspolitik geben.
Derzeit gehen die Märkte davon aus, dass die US-Notenbank in diesem Jahr lediglich eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt, nachdem noch in der Vorwoche eine Reduzierung um 40 Basispunkte erwartet worden war. Höhere Zinssätze verringern die Attraktivität von Gold als nicht verzinslichem Asset. Silber fiel um 1,3 % auf 30,01 USD pro Unze, Platin sank um 0,7 % auf 958,32 USD, und Palladium verlor 1,04 % auf 938,00 USD.
