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Goldpreis sinkt nach Fortschritten bei US-China-Gesprächen

Starker Dollar und sinkende Risiken belasten Nachfrage nach dem sicheren Hafen

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 Goldpreis sinkt nach Fortschritten bei US-China-Gesprächen

Der Goldpreis ist am Montag gesunken, nachdem Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China das Interesse der Anleger an sicheren Häfen gedämpft haben. Spot-Gold fiel um 1,4 Prozent auf 3.277,34 US-Dollar je Unze, während die US-Gold-Futures um 1,9 Prozent auf 3.281,70 US-Dollar nachgaben. Die Entwicklung folgte auf positive Signale von beiden Seiten nach dem Abschluss hochrangiger Gespräche am Wochenende in der Schweiz.

Vertreter der Vereinigten Staaten erklärten, es sei ein „Deal“ zur Reduzierung des US-Handelsdefizits erzielt worden. Die chinesische Delegation sprach von einem „wichtigen Konsens“, auf den man sich geeinigt habe. Der chinesische Vizepremier He Lifeng kündigte eine gemeinsame Erklärung an, die am Montag in Genf veröffentlicht werden solle. Die Gespräche hatten nach einer Phase gegenseitiger Strafzölle zwischen beiden Ländern stattgefunden, die Befürchtungen einer weltweiten Rezession ausgelöst hatten.

Analysten zufolge wurde der Goldpreis zusätzlich durch die Stärke des US-Dollars belastet, die im Zuge der optimistischen Einschätzungen der US-Regierung zulegte. Der Senior-Rohstoffanalyst von Reliance Securities, Jigar Trivedi, erklärte, dass der Dollarindex durch die Fortschritte in den Handelsverhandlungen gestiegen sei, was sich negativ auf den Goldpreis ausgewirkt habe. Gold wird traditionell als Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Unsicherheiten betrachtet und profitiert üblicherweise von einem Umfeld niedriger Zinsen.

Die US-Notenbank signalisiert weiterhin Zurückhaltung bei künftigen Zinsschritten. Die Präsidentin der Federal Reserve in Cleveland, Beth Hammack, sagte am Freitag, dass mehr Zeit nötig sei, um die Auswirkungen der jüngsten Handelspolitik auf die Wirtschaft zu beurteilen. Marktteilnehmer blicken nun gespannt auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindexes am Dienstag, der Hinweise auf den künftigen Kurs der Geldpolitik geben könnte.

Trivedi merkte an, dass Gold kurzfristig weiter unter Druck geraten könnte, da der Dollar voraussichtlich weiter zulegt und das geopolitische Risiko abnimmt. Der Preis des gelben Metalls könne daher auf bis zu 3.200 US-Dollar pro Unze fallen. Während Gold verlor, legten andere Edelmetalle zu: Silber stieg um 0,4 Prozent auf 32,84 US-Dollar je Unze, Platin gewann 0,7 Prozent auf 1.001,90 US-Dollar und Palladium verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 981,20 US-Dollar.

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