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Goldpreis sinkt leicht trotz politischer Unsicherheit

Stärkerer Dollar belastet, doch Zinssenkungserwartungen der Fed stützen Nachfrage

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Goldpreis sinkt leicht trotz politischer Unsicherheit

Gold hat zur Wochenmitte nachgegeben, nachdem sich der US-Dollar gegenüber anderen Währungen etwas stärker zeigte. Der Rückgang beim Edelmetall fiel jedoch begrenzt aus, da politische Spannungen rund um die Unabhängigkeit der US-Notenbank die Nachfrage nach einem sicheren Hafen stützten. Der Preis für Spotgold sank um 0,5 Prozent auf 3.375,06 Dollar je Feinunze, nachdem er am Vortag noch den höchsten Stand seit dem 11. August erreicht hatte. Die Dezember-Futures für Gold gingen um 0,2 Prozent auf 3.425,30 Dollar zurück.

Der Dollar-Index legte um 0,3 Prozent zu und verteuerte damit Gold für Anleger, die in anderen Währungen investieren. Marktbeobachter sprachen von kurzfristigen Gewinnmitnahmen, wiesen jedoch darauf hin, dass die allgemeine geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve weiterhin unterstützend wirke. Analysten halten es für möglich, dass Gold in den kommenden Tagen erneut die Marke von 3.400 Dollar testet und darüber hinaus ein Niveau von 3.435 Dollar erreichen könnte.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der erklärte, er wolle Notenbank-Gouverneurin Lisa Cook wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Aufnahme von Hypothekenkrediten absetzen. Ein solcher Schritt würde die Grenzen der präsidentiellen Befugnisse gegenüber der Federal Reserve auf die Probe stellen. Cook wies die Vorwürfe zurück und betonte, der Präsident habe keine Befugnis, sie aus dem Amt zu entfernen. Sie kündigte an, ihr Mandat nicht niederzulegen.

Trump hatte die US-Notenbank in den vergangenen Monaten wiederholt kritisiert und sie aufgefordert, die Leitzinsen deutlicher zu senken. Auch Fed-Chef Jerome Powell war ins Visier des Präsidenten geraten, da dieser nach Ansicht Trumps zu zögerlich auf die wirtschaftliche Lage reagiere. Mit Spannung richten sich die Blicke der Märkte nun auf den am Freitag erwarteten PCE-Preisindex, den bevorzugten Inflationsindikator der Fed.

Nach jüngsten Signalen eines eher vorsichtigen geldpolitischen Kurses beim Notenbanktreffen in Jackson Hole rechnen Investoren zunehmend mit einer Zinssenkung. Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Reduzierung um 0,25 Prozentpunkte bei der Sitzung am 17. September bei 87 Prozent. Gold, das keine laufenden Erträge abwirft, gilt in einem Umfeld niedriger Zinsen traditionell als attraktivere Anlageform.

Auch andere Edelmetalle zeigten Bewegung. Der Silberpreis fiel um 0,4 Prozent auf 38,42 Dollar je Feinunze, Platin notierte unverändert bei 1.348,20 Dollar und Palladium verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 1.098,96 Dollar.

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