Goldpreis schwächt sich nach Zwischenhoch ab
Starker Dollar bremst Gewinne, Hoffnung auf Zinssenkung stützt Märkte

Der Goldpreis hat nach einem vorangegangenen Anstieg auf ein Zweiwochenhoch zu Beginn der neuen Handelswoche leicht nachgegeben. Grund für die Abschwächung war die Festigung des US-Dollars, die das Edelmetall für Käufer außerhalb der Vereinigten Staaten weniger attraktiv machte. Gleichzeitig stützten jedoch die Erwartungen auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank den Kurs, sodass die Verluste begrenzt blieben.
Spotgold wurde am Montagmorgen mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 3.367,86 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Am Freitag hatte das Edelmetall mit Blick auf die jüngsten geldpolitischen Signale der Federal Reserve den höchsten Stand seit dem 11. August erreicht. Auch die US-Goldfutures für die Dezember-Lieferung gaben nach und notierten 0,2 Prozent schwächer bei 3.412,50 US-Dollar.
Parallel dazu legte der Dollar-Index um 0,1 Prozent zu, nachdem er zuvor ein Vierwochentief erreicht hatte. Analysten erklärten, dass Gold kurzfristig eine solide Unterstützung bei rund 3.350 Dollar habe. Matt Simpson von City Index verwies auf die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, die dem Markt zuletzt Auftrieb verliehen hätten. Für eine anhaltende Aufwärtsbewegung seien jedoch weitere schwache Daten zur Inflation und zum Arbeitsmarkt notwendig.
Powell hatte Ende der vergangenen Woche angedeutet, dass eine Zinssenkung bei der nächsten Sitzung im September möglich sei. Er betonte zwar die weiterhin bestehenden Inflationsrisiken, verwies aber zugleich auf zunehmende Gefahren für den Arbeitsmarkt. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen. Laut Berechnungen des CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bei 87 Prozent. Bis zum Jahresende rechnet der Markt derzeit mit einer kumulierten Lockerung um insgesamt 48 Basispunkte.
Ein Umfeld niedrigerer Zinsen wirkt sich in der Regel positiv auf Gold aus, da das Halten des nicht verzinsten Edelmetalls im Vergleich zu zinstragenden Anlagen attraktiver wird. Entsprechend positiv reagierten auch die asiatischen Aktienmärkte, die am Montag angesichts der Aussicht auf eine Wiederaufnahme der US-Zinssenkungen zulegten.
Im Blick der Investoren steht nun die Veröffentlichung der Daten zu den persönlichen Konsumausgaben in den USA am Freitag. Erwartet wird, dass die Kerninflation auf 2,9 Prozent steigt und damit den höchsten Wert seit Ende 2023 erreicht.
Auch andere Edelmetalle zeigten zu Wochenbeginn unterschiedliche Entwicklungen. Silber legte um 0,3 Prozent auf 38,94 US-Dollar je Feinunze zu, während Platin 0,2 Prozent auf 1.359,66 US-Dollar verlor. Palladium notierte mit 1.126,41 US-Dollar unverändert.
