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Goldpreis nahe Zweiwochenhoch vor US-Inflationsdaten

Schwacher Dollar, Zinserwartungen und politische Spannungen beeinflussen die Entwicklung am Markt

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Goldpreis nahe Zweiwochenhoch vor US-Inflationsdaten

Gold hat sich am Donnerstag nahe einem Zweiwochenhoch behauptet, da der US-Dollar leicht nachgab und Anleger die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Freitag abwarten. Der Preis für Spotgold legte bis zum Vormittag um 0,1 Prozent auf 3.399,60 US-Dollar je Feinunze zu, nachdem er zuvor mit 3.401,73 US-Dollar den höchsten Stand seit dem 11. August erreicht hatte. Die Dezember-Futures auf Gold stiegen um 0,2 Prozent auf 3.456,20 US-Dollar.

Der Dollar-Index, der den Wert der US-Währung gegenüber anderen wichtigen Währungen misst, fiel parallel dazu um 0,1 Prozent. Im Mittelpunkt steht für Marktteilnehmer die Veröffentlichung des Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank gilt. Ökonomen rechnen mit einem Anstieg um 2,6 Prozent im Juli, womit das Niveau aus dem Vormonat bestätigt würde.

Analysten verweisen darauf, dass der Markt diese Entwicklung bereits eingepreist hat. Sollte die Teuerung jedoch überraschend stärker ausfallen, könnte dies den Dollar stützen und die Renditen von Staatsanleihen erhöhen, was den Goldpreis belasten würde. Fiele die Inflation dagegen niedriger aus als erwartet, könnte dies Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik der Fed verstärken, was den Dollar schwächen und Gold Auftrieb geben würde.

Nach Einschätzung des CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der nächsten Fed-Sitzung bei mehr als 87 Prozent. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, profitiert das Edelmetall typischerweise von einem Umfeld niedriger Zinsen. Auch Aussagen von John Williams, Präsident der New Yorker Fed, fanden Beachtung. Er hatte erklärt, dass die Zinsen künftig wohl sinken könnten, wobei die Entwicklung der kommenden Wirtschaftsdaten entscheidend sei.

Neben den geldpolitischen Erwartungen richten Händler ihren Blick auch auf die jüngsten politischen Entwicklungen. US-Präsident Donald Trump hatte zu Wochenbeginn angekündigt, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen. Beobachter werten den Konflikt als Belastung für die Unabhängigkeit der Notenbank, was wiederum stützend für den Goldpreis wirken könnte.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Kursbewegungen. Der Silberpreis legte um 0,5 Prozent auf 38,82 US-Dollar je Feinunze zu. Platin gab hingegen um 0,1 Prozent nach und kostete zuletzt 1.345,75 US-Dollar, während Palladium um 0,4 Prozent auf 1.096,29 US-Dollar zulegte.

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