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Goldpreis gibt nach Trumps Zollaufschub nach

Markt reagiert erleichtert – geopolitische Spannungen und Dollarschwäche stützen langfristig

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 Goldpreis gibt nach Trumps Zollaufschub nach

Die Goldpreise sind am Montag leicht gesunken, nachdem US-Präsident Donald Trump seine zuvor angedrohten Strafzölle auf Importe aus der Europäischen Union vorerst ausgesetzt hat. Statt der ursprünglich zum 1. Juni angekündigten Maßnahme will Trump nun bis zum 9. Juli Zeit für ein Handelsabkommen mit der EU einräumen. In der Folge fiel der Spotpreis für Gold um 0,3 Prozent auf 3.346,55 US-Dollar je Unze. Die US-Gold-Futures gaben um 0,6 Prozent nach und lagen bei 3.345,80 US-Dollar.

Marktanalyst Kyle Rodda von Capital.com erklärte, dass eine gewisse Erleichterung an den Märkten zu spüren sei, nachdem die Zölle vorerst ausgesetzt wurden. Dies habe zu einem leichten Rückgang des Goldpreises geführt. Dennoch bleibe der übergeordnete Trend für Gold positiv. Die geopolitischen Spannungen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen der USA könnten sich negativ auf den Dollar und US-Vermögenswerte auswirken. Viele Zentralbanken würden sich daher zunehmend vom Dollar abwenden und verstärkt Gold kaufen.

Am Freitag war der Goldpreis infolge sicherheitsorientierter Kapitalzuflüsse um mehr als zwei Prozent gestiegen und hatte ein Zweiwochenhoch erreicht. Ausschlaggebend war Trumps damalige Ankündigung, ab Juni 50-prozentige Zölle auf EU-Importe einzuführen sowie eine mögliche 25-prozentige Abgabe auf im Ausland gefertigte iPhones von Apple zu prüfen. Diese Entwicklungen hatten Investoren veranlasst, in Gold als sicheren Hafen zu investieren.

Zeitgleich fiel der US-Dollar-Index auf ein Tief, das zuletzt vor einem Monat erreicht worden war. Ein schwächerer Dollar verbilligt Gold für Käufer, die mit anderen Währungen bezahlen, was die Nachfrage nach dem Edelmetall tendenziell erhöht. Trotz der jüngsten Kursbewegung bleibt das Umfeld also grundsätzlich unterstützend für Gold.

Im geopolitischen Kontext haben russische Streitkräfte in der Nacht die bislang größte Luftangriffsserie im Ukraine-Krieg gestartet. Laut offiziellen Angaben wurden 367 Drohnen und Raketen auf ukrainische Städte abgefeuert. Dabei kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die Bestände des SPDR Gold Trust, des größten goldgedeckten börsengehandelten Fonds der Welt, gingen am Freitag um 0,15 Prozent auf 922,46 Tonnen zurück. Am Vortag hatten sie noch bei 923,89 Tonnen gelegen. Der Preis für Silber stieg leicht um 0,1 Prozent auf 33,52 US-Dollar je Unze. Platin gab um 0,1 Prozent auf 1.093,13 US-Dollar nach, während Palladium um 0,8 Prozent auf 1.000,49 US-Dollar zulegte.

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