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Goldpreis steigt auf Wochenhoch durch US-Sorgen

Steuerpaket, Dollarschwäche und Iran-Konflikt treiben Anleger in sichere Häfen

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 Goldpreis steigt auf Wochenhoch durch US-Sorgen

Der Goldpreis verzeichnete in dieser Woche seinen stärksten Anstieg seit eineinhalb Monaten. Grund dafür sind unter anderem die anhaltenden fiskalischen Unsicherheiten in den Vereinigten Staaten sowie ein schwächerer US-Dollar. Am Freitagmorgen lag der Preis für eine Feinunze Spot-Gold bei 3.303,09 US-Dollar, ein Plus von 0,3 Prozent. Damit hat sich der Goldpreis im Wochenverlauf um insgesamt drei Prozent erhöht. Auch die US-Gold-Futures stiegen um 0,2 Prozent auf 3.302,80 US-Dollar.

Die Entwicklung des Goldpreises wird durch die Abwertung des US-Dollars begünstigt. Der Dollar-Index hat in dieser Woche mehr als ein Prozent verloren und steuert auf seinen schwächsten Wochenverlauf seit dem 7. April zu. Dadurch wird in Dollar notiertes Gold für Anleger außerhalb der Vereinigten Staaten günstiger. Analysten sehen in dem aktuellen Umfeld eine gute Basis für Gold, sich weiterhin über der Marke von 3.000 US-Dollar zu behaupten. Ausschlaggebend sind dabei neben den fiskalischen Sorgen auch Unsicherheiten im Zusammenhang mit Zöllen, US-Staatsverschuldung und geopolitischen Spannungen.

Am Donnerstag verabschiedete das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus ein umfangreiches Steuer- und Ausgabengesetz. Es enthält wesentliche Bestandteile der politischen Agenda von Ex-Präsident Donald Trump und würde das US-Haushaltsdefizit um mehrere Billionen Dollar erhöhen. Das Gesetz wird nun im Senat behandelt, wo die Republikaner mit 53 zu 47 Stimmen ebenfalls die Mehrheit stellen.

Zuvor hatte das US-Finanzministerium bei der Auktion von 20-jährigen Staatsanleihen im Volumen von 16 Milliarden Dollar auf verhaltenes Interesse gestoßen. Die Nachfrage war gering, was angesichts der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Moody’s in der vergangenen Woche für zusätzliche Verunsicherung bei Investoren sorgte. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in Zeiten politischer oder wirtschaftlicher Instabilität.

Auch geopolitische Spannungen wirken sich auf die Nachfrage nach Edelmetallen aus. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi warnte in einer Stellungnahme, dass die Vereinigten Staaten im Falle eines israelischen Angriffs auf iranische Atomanlagen die rechtliche Verantwortung tragen würden. Dies erfolgte nach einem CNN-Bericht, demzufolge Israel entsprechende Angriffspläne vorbereite.

Neben Gold legten auch andere Edelmetalle leicht zu. Silber stieg um 0,2 Prozent auf 33,13 US-Dollar je Feinunze. Platin verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 1.085,89 US-Dollar, während Palladium um 0,5 Prozent auf 1.009,69 US-Dollar nachgab.

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