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Goldpreis steigt auf Wochenhoch bei schwachem Dollar

Fiskalische Unsicherheit in den USA und Trumps Steuerpaket verunsichern die Märkte

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 Goldpreis steigt auf Wochenhoch bei schwachem Dollar

Der Goldpreis ist am Mittwoch auf den höchsten Stand seit über einer Woche gestiegen. Ausschlaggebend dafür war ein schwächerer US-Dollar sowie anhaltende fiskalpolitische Unsicherheiten in den Vereinigten Staaten. Marktteilnehmer suchten inmitten der Debatte um ein weitreichendes Steuergesetz im US-Kongress vermehrt Zuflucht in als sicher geltenden Anlagen wie Gold. Der Preis für eine Feinunze Spot-Gold stieg um 0,5 Prozent auf 3.305,39 US-Dollar, nachdem er zuvor bereits den höchsten Stand seit dem 12. Mai erreicht hatte. Die US-Gold-Futures verzeichneten ein Plus von 0,7 Prozent und notierten bei 3.307,30 US-Dollar je Unze.

Der US-Dollar gab weiter nach und fiel auf den niedrigsten Stand seit dem 7. Mai. Dadurch wurde Gold, das in Dollar gehandelt wird, für Anleger außerhalb der USA günstiger. Analysten sehen die jüngste Abstufung der Bonität durch Moody’s sowie die Unsicherheiten rund um das von Donald Trump vorangetriebene Steuerpaket als wesentliche Faktoren für die Schwäche der US-Währung. Trump bemühte sich am Dienstag, republikanische Abweichler im Kongress für die Steuerreform zu gewinnen, konnte jedoch offenbar einige Kritiker nicht überzeugen. Die Gesetzesinitiative umfasst weite Teile seiner innenpolitischen Agenda.

Gold gilt in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten traditionell als sicherer Hafen. Auch in einem Umfeld niedriger Zinssätze wird dem Edelmetall tendenziell eine positive Entwicklung zugeschrieben. Laut Einschätzung von Marktanalysten könnte der Goldpreis mittelfristig weiter steigen. Allerdings könnten Meldungen über Fortschritte in internationalen Handelsgesprächen eine Hürde darstellen, insbesondere bei dem Versuch, das Niveau von 3.500 US-Dollar je Unze zurückzuerobern.

Der Palladiumpreis sank zwar um 1,2 Prozent auf 1.001,41 US-Dollar, erreichte im Handelsverlauf jedoch ebenfalls den höchsten Stand seit dem 4. Februar. Marktbeobachter führen dies unter anderem auf die Entscheidung des Autoherstellers Honda zurück, verstärkt auf Hybridfahrzeuge statt Elektroautos zu setzen. Palladium kommt wie auch Platin vor allem in der Automobilindustrie zum Einsatz, wo beide Metalle in Katalysatoren verwendet werden, um Abgasemissionen zu reduzieren. Der Silberpreis fiel leicht um 0,1 Prozent auf 33,03 US-Dollar pro Unze. Platin gab um 0,7 Prozent nach und wurde zuletzt mit 1.046,70 US-Dollar gehandelt.

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