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Goldpreis gibt nach bei Waffenruhe-Hoffnung

Stärkerer Dollar und geopolitische Entspannung dämpfen Nachfrage nach sicheren Häfen

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 Goldpreis gibt nach bei Waffenruhe-Hoffnung

Der Goldpreis hat am Dienstag leicht nachgegeben. Grund dafür sind ein leicht erstarkter US-Dollar sowie die zunehmende Zuversicht in Bezug auf eine mögliche Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine, die die Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen wie Gold verringert hat. Der Spotpreis für Gold fiel um 0,5 Prozent auf 3.213,35 US-Dollar pro Unze. Die US-Gold-Futures verzeichneten einen Rückgang um 0,6 Prozent auf 3.215,50 US-Dollar pro Unze.

Der Dollar konnte sich nach einem mehr als einwöchigen Tief in der vorherigen Sitzung leicht erholen. Damit wurde Gold, das in US-Dollar gehandelt wird, für Anleger mit anderen Währungen weniger attraktiv. Der Finanzmarktanalyst Kyle Rodda erklärte, dass die unmittelbare Reaktion auf die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit allmählich nachlasse und Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland bestehe.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen und erklärt, dass beide Länder sofortige Verhandlungen über eine Waffenruhe aufnehmen werden. Rodda wies zudem darauf hin, dass sich Käufer bei einem Kursrückgang unter 3.200 US-Dollar zeigten, warnte jedoch vor einem möglichen stärkeren Rückgang, sollte sich die geopolitische Lage weiter entspannen und zusätzlicher Aufwärtsdruck auf die Anleiherenditen durch die US-Fiskalpolitik entstehen.

Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in geopolitisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten. In diesem Jahr erreichte der Goldpreis bereits mehrere Rekordhöhen und verzeichnet bislang einen Zuwachs von rund 22 Prozent. Die Unsicherheit am Markt bleibt jedoch bestehen, nachdem Moody’s die Bonitätsnote der Vereinigten Staaten am Freitag von „Aaa“ auf „Aa1“ herabgesetzt hatte. Als Begründung wurden die steigende Staatsverschuldung und die deutlich höheren Zinsausgaben im Vergleich zu ähnlich bewerteten Ländern genannt.

Mehrere Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve äußerten sich am Montag zurückhaltend zu den Auswirkungen der Herabstufung und zur allgemeinen Marktlage. Weitere Stellungnahmen von Fed-Offiziellen werden im Laufe des Tages erwartet, die zusätzliche Hinweise auf den Zustand der Wirtschaft und den geldpolitischen Kurs liefern könnten. Der Markt rechnet derzeit mit Zinssenkungen in Höhe von mindestens 54 Basispunkten im laufenden Jahr, wobei die erste Senkung im Oktober erwartet wird.

Auch die Preise anderer Edelmetalle zeigten sich rückläufig. Der Spotpreis für Silber fiel um 0,6 Prozent auf 32,17 US-Dollar pro Unze. Platin verharrte bei 998,04 US-Dollar, während Palladium um 0,3 Prozent auf 971,84 US-Dollar sank.

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