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Goldpreis steigt auf Zweiwochenhoch wegen US-Schulden

Moody’s-Rating, Dollarschwäche und Steuerpläne treiben Anleger in sichere Häfen

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 Goldpreis steigt auf Zweiwochenhoch wegen US-Schulden

Der Goldpreis ist am Donnerstag zum vierten Mal in Folge gestiegen und erreichte dabei den höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Grund für die anhaltende Aufwärtsbewegung sind zunehmende Sorgen über die Verschuldung der US-Regierung sowie die Unsicherheiten im Hinblick auf die fiskalpolitische Entwicklung. Anleger suchten verstärkt Zuflucht in dem als sicher geltenden Edelmetall.

Zum Zeitpunkt 07:05 GMT notierte der Preis für Spot-Gold mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 3.324,91 US-Dollar je Unze. Zuvor hatte der Preis seinen höchsten Stand seit dem 9. Mai erreicht. Auch die US-Gold-Futures legten zu und stiegen um 0,4 Prozent auf 3.326,30 US-Dollar. Marktbeobachter führen den Preisanstieg auf die Kombination aus politischer Unsicherheit, schwächerem Aktienmarkt und fallendem US-Dollar zurück.

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten durch Moody’s in der Vorwoche habe laut Marktanalysten den jüngsten Aufwärtstrend bei Gold ausgelöst. Die Ratingagentur hatte die Top-Bonität der USA um eine Stufe gesenkt und dies mit der wachsenden Schuldenlast von derzeit rund 36 Billionen US-Dollar begründet. Die Entwicklung habe das Vertrauen der Anleger erschüttert und die Attraktivität von Gold als sicherer Hafen erhöht.

Zusätzlich belastete ein schwaches Ergebnis bei der Auktion von 20-jährigen US-Staatsanleihen in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten. Die Nachfrage fiel geringer aus als erwartet. Gleichzeitig wird befürchtet, dass die Staatsschulden der USA weiter stark anwachsen könnten, sollte der von Präsident Donald Trump vorgeschlagene Steuerentlastungsplan vom Kongress beschlossen werden. Dieser Plan sieht umfassende Steuerkürzungen und zusätzliche Ausgaben vor.

Ein weiterer Faktor für die positive Entwicklung beim Gold ist die Schwäche des US-Dollar. Der Dollar-Index bewegte sich nahe eines Zweiwochentiefs, was Gold für Anleger aus anderen Währungsräumen attraktiver macht. Das Repräsentantenhaus hatte zuvor eine Verfahrensabstimmung zur Steuerreform mit knapper Mehrheit passiert, wodurch der Weg für eine weitere Debatte über das Gesetz frei wurde.

Auch andere Edelmetalle zeigten Kursbewegungen: Der Spotpreis für Silber stieg um 0,3 Prozent auf 33,49 US-Dollar je Unze. Platin legte um 0,2 Prozent auf 1.078,16 US-Dollar zu, während Palladium 0,7 Prozent verlor und bei 1.030,28 US-Dollar lag.

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