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Goldpreis fällt nach Rekordhoch wegen starkem US-Dollar

Handelszölle und Währungsstärke belasten Edelmetalle – Experten erwarten langfristige Erholung

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Goldpreis fällt nach Rekordhoch wegen starkem US-Dollar

Die Goldpreise sind am Montag gesunken, nachdem sie in der vorherigen Sitzung ein Allzeithoch erreicht hatten. Der US-Dollar legte deutlich zu, was auf zunehmende Sorgen vor einem globalen Handelskrieg nach den weitreichenden Zollmaßnahmen von US-Präsident Donald Trump zurückzuführen ist. Der Spot-Goldpreis fiel um 0,2 % auf 2.796,09 US-Dollar je Unze, nachdem er am Freitag ein Rekordhoch von 2.817,23 US-Dollar erreicht hatte. Die US-Goldfutures verloren ebenfalls 0,2 % und notierten bei 2.830,80 US-Dollar.

Obwohl die Ankündigung von Zöllen typischerweise zu einer höheren Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen führen sollte, üben der starke Dollar und die Erwartung geringerer Zinssenkungen Druck auf den Goldpreis aus, erklärte Jigar Trivedi, leitender Analyst bei Reliance Securities. Trump verhängte am Samstag Zölle in Höhe von 25 % auf Importe aus Kanada und Mexiko sowie 10 % auf Waren aus China, die ab dem 4. Februar in Kraft treten sollen. Laut Angaben des Weißen Hauses sind keine Ausnahmen von den Zöllen vorgesehen.

Sowohl Kanada als auch Mexiko kündigten Vergeltungsmaßnahmen an, während China erklärte, die Zölle vor der Welthandelsorganisation anzufechten und nicht näher spezifizierte Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Matt Simpson, leitender Analyst bei City Index, äußerte die Vermutung, dass die aktuelle Marktreaktion nur von kurzer Dauer sein könnte. Er geht davon aus, dass Gold im laufenden Jahr weiterhin stark bleiben wird, insbesondere angesichts der drohenden Inflation und der wieder aufflammenden Handelskonflikte.

Obwohl Gold in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als sichere Anlage gilt, verteuert ein steigender Dollar das Edelmetall für Käufer mit anderen Währungen. Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade, betonte, dass der Bereich um 2.750 US-Dollar halten müsse, um einen stärkeren Rückgang zu vermeiden. Citi prognostizierte, dass eine weitere Eskalation der Handelszölle den Goldpreis weiter antreiben und auf 3.000 US-Dollar pro Unze steigen lassen könnte.

J.P. Morgan wies darauf hin, dass eine negative Entwicklung an den Aktienmärkten kurzfristig belastend für Gold sein könnte. Gleichzeitig würden jedoch die Handelszölle mittelfristig die Aufwärtsbewegung des Edelmetalls unterstützen. Die Zölle dominieren weiterhin die Schlagzeilen, und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sie wie geplant in Kraft treten werden.

Auch andere Edelmetalle verzeichneten Kursverluste. Der Silberpreis fiel um 0,2 % auf 31,23 US-Dollar je Unze, während Platin um 1,5 % auf 962,98 US-Dollar nachgab. Palladium konnte hingegen um 0,1 % auf 1.009,43 US-Dollar leicht zulegen.

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