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Goldpreis stabil vor Zinsentscheid und Handelskonflikten

Anleger beobachten US-Notenbank und Trumps geplante Zölle auf Kanada und Mexiko

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Goldpreis stabil vor Zinsentscheid und Handelskonflikten

Goldpreise blieben am Mittwoch weitgehend stabil, während Investoren auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve warteten. Gleichzeitig rückten die Handelsmaßnahmen von Präsident Donald Trump in den Fokus, insbesondere neue angedrohte Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko. Der Preis für eine Feinunze Spotgold lag um 05:26 Uhr GMT bei 2.761,93 US-Dollar. Die US-Gold-Futures verzeichneten ein leichtes Plus von 0,1 Prozent und erreichten 2.769,80 US-Dollar.

In der vergangenen Woche bewegten sich die Goldpreise nahe ihres Rekordhochs, fielen jedoch am Montag um mehr als ein Prozent. Der Rückgang wurde durch eine Welle von Verkäufen ausgelöst, mit denen Investoren Verluste aus dem Technologiesektor ausgleichen wollten. Diese Verluste waren durch einen Rückgang bei Technologieaktien verursacht worden, der mit dem neuen, kostengünstigen und energiesparenden KI-Modell von DeepSeek in Verbindung gebracht wird. Laut Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com, sei es zwar besorgniserregend, wenn ein Markt nicht über frühere Höchststände hinausgehe, doch das Szenario für einen weiteren Anstieg bleibe weiterhin möglich. Er betonte zudem, dass Gold aufgrund der Absicherung gegen Defizite, Schulden und die schrittweise Abkehr vom US-Dollar an Attraktivität gewinne.

Ein Sprecher des Weißen Hauses bestätigte am Dienstag, dass Trump weiterhin plane, die angekündigten Zölle auf kanadische und mexikanische Importe am Samstag umzusetzen. Marktteilnehmer erwarten, dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen nach den Zinssenkungen um insgesamt 100 Basispunkte zwischen September und Dezember zunächst unverändert lassen wird. Zudem wird mit Interesse verfolgt, wie die Zentralbank auf die Forderung Trumps reagiert, die Zinsen weiter zu senken. Allerdings könnten Trumps Maßnahmen als inflationstreibend wahrgenommen werden, was die Fed dazu veranlassen könnte, ihre Zinspolitik straffer zu halten.

Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und während Handelskonflikten. Allerdings können höhere Zinssätze die Attraktivität des Edelmetalls mindern, da es selbst keine Zinsen abwirft. Die Nachfrage aus China, dem weltweit größten Goldverbraucher, bleibt aufgrund der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest aus.

Bei den anderen Edelmetallen blieb der Silberpreis unverändert bei 30,39 US-Dollar pro Feinunze. Platin legte um 0,3 Prozent auf 944,30 US-Dollar zu, während Palladium um 0,5 Prozent auf 952,25 US-Dollar fiel.

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