Goldpreis schwankt vor US-Notenbanksitzung
Anleger erwarten stabile Zinsen, während Dollar und Renditen nachgeben

Goldpreise gaben zu Beginn der Woche leicht nach, nachdem sie am Freitag nahe einem Rekordhoch notierten. Die Anleger richten ihren Blick auf die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, bei der keine Änderungen der Zinspolitik erwartet werden. Der Spot-Goldpreis lag zuletzt bei 2.766,59 US-Dollar je Unze und verzeichnete damit ein Minus von 0,1 Prozent. Zuvor war er um bis zu 0,7 Prozent gesunken. Die US-Gold-Futures fielen um 0,3 Prozent auf 2.771,40 US-Dollar je Unze.
Der US-Dollar gab um 0,2 Prozent nach, wodurch Gold für Investoren mit anderen Währungen günstiger wurde. Marktanalyst Han Tan von der Exinity Group erklärte, dass die allgemeine Risikoaversion an den Finanzmärkten den Rückgang der Renditen und des Dollars verursacht habe, was wiederum Gold stützte. Zudem sei Gold aus technischer Sicht reif für eine Korrektur gewesen, nachdem es sich zuletzt einem neuen Rekordhoch angenähert hatte.
Gold gilt traditionell als Absicherung gegen geopolitische Unsicherheiten und Inflation. In einem Umfeld niedriger Zinsen wird die fehlende Verzinsung von Gold weniger relevant, wodurch es für Anleger attraktiver wird. Analysten gehen davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen nach ihrer Sitzung am 28. und 29. Januar unverändert lassen wird. Dies würde eine Pause in der Zinssenkungsphase markieren, die im September letzten Jahres begonnen hatte. Die Europäische Zentralbank hingegen plant für Donnerstag eine erneute Zinssenkung um 25 Basispunkte.
Der Silberpreis fiel um 0,2 Prozent auf 30,54 US-Dollar je Unze, nachdem er in der vergangenen Woche um 0,9 Prozent gestiegen war. Analyst Frank Watson von Kinesis Money wies darauf hin, dass das Verhältnis von Gold- zu Silberpreisen zuletzt über 90 lag und damit über dem Dreijahresdurchschnitt von 85. Dies könnte darauf hindeuten, dass Silber künftig größere Kurssteigerungen im Vergleich zu Gold verzeichnen könnte.
Bei den anderen Edelmetallen verzeichnete Palladium einen Rückgang um 1,8 Prozent auf 970,69 US-Dollar je Unze. Platin fiel um 0,5 Prozent auf 944,48 US-Dollar je Unze.
