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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch

Schwacher Dollar, Zinssenkungserwartungen und politische Spannungen treiben die Nachfrage an

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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch

Gold hat am Dienstag ein neues Rekordhoch erreicht und wurde von einem schwächeren Dollar gestützt, während Investoren auf die anstehende Sitzung der US-Notenbank blicken. Die Federal Reserve wird in dieser Woche voraussichtlich eine Zinssenkung vornehmen, was die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik weiter anheizt. Der Preis für Spotgold stieg um 0,2 Prozent auf 3.685,02 Dollar je Unze, nachdem er zuvor mit 3.689,27 Dollar ein Allzeithoch markiert hatte. Die US-Goldfutures für Dezember legten um 0,1 Prozent auf 3.722,70 Dollar zu.

Marktbeobachter führen die Entwicklung auf die klare Erwartung einer Zinssenkung durch die Notenbank zurück. Analyst Kyle Rodda von Capital.com erklärte, die Stimmung sei ausgesprochen optimistisch, da die Märkte auf geldpolitische Lockerungen setzten. Sollten die Prognosen und die Kommunikation der Fed diese Erwartungen nicht erfüllen, könnten die Goldpreise jedoch kurzfristig unter Druck geraten. Sollte die Notenbank hingegen die Markterwartungen bestätigen, könnte der Preis die Marke von 3.700 Dollar überschreiten.

Die Diskussion um den künftigen Kurs der US-Geldpolitik wird auch politisch begleitet. Präsident Donald Trump forderte über soziale Medien eine deutliche Zinssenkung durch Fed-Chef Jerome Powell. Anleger rechnen mit einer nahezu sicheren Reduzierung um 25 Basispunkte im Anschluss an die zweitägige Sitzung, die am 17. September endet. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group besteht zudem eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine stärkere Senkung um 50 Basispunkte.

Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichem Gold und belasten gleichzeitig den Dollar, was Gold für Investoren in anderen Währungen günstiger macht. Der US-Dollar notierte zuletzt nahe einem Zweieinhalb-Monats-Tief gegenüber dem Euro und nahe einem Zehn-Monats-Tief gegenüber dem australischen Dollar.

Auch die Nachfrage nach goldgedeckten Finanzprodukten zog an. Der SPDR Gold Trust, der weltweit größte goldbasierte börsengehandelte Fonds, meldete am Montag einen Anstieg seiner Bestände um 0,21 Prozent auf 976,80 Tonnen, nachdem diese am Freitag noch bei 974,80 Tonnen gelegen hatten.

Während Gold neue Höchststände markierte, blieben die Bewegungen bei anderen Edelmetallen vergleichsweise moderat. Der Silberpreis lag stabil bei 42,73 Dollar je Unze. Platin gab um 0,2 Prozent auf 1.398,84 Dollar nach, während Palladium ebenfalls um 0,2 Prozent auf 1.182,25 Dollar fiel.

Parallel zu den Entwicklungen am Markt sorgte eine Gerichtsentscheidung für Schlagzeilen. Ein US-Berufungsgericht wies am Montag den Versuch von Präsident Trump zurück, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook abzusetzen. Damit setzt sich ein Rechtsstreit fort, der die Unabhängigkeit der Notenbank in den Mittelpunkt rückt.

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