Barrick verkauft Hemlo-Mine für bis zu 1,09 Milliarden Dollar
Erlöse werden zur Stärkung der Bilanz und für Kapitalrückflüsse an die Aktionäre genutzt

Barrick Mining trennt sich von der kanadischen Hemlo-Goldmine. Der Konzern hat eine Vereinbarung mit Carcetti Capital Corp. geschlossen, das nach Abschluss der Transaktion in Hemlo Mining Corp. umbenannt wird. Der Kaufpreis beläuft sich auf bis zu 1,09 Milliarden US-Dollar – eine Summe, die vor allem durch die Struktur der Zahlungen interessant ist. Für Anleger birgt das nicht nur Chancen, sondern auch offene Fragen.
Die Transaktion umfasst eine Barzahlung von 875 Millionen Dollar, Aktien im Wert von 50 Millionen Dollar sowie erfolgsabhängige Zusatzvergütungen von bis zu 165 Millionen Dollar. Letztere sind an die Goldproduktion und den Goldpreis gekoppelt und sollen ab Januar 2027 über fünf Jahre hinweg gezahlt werden. Steigt der Goldpreis über bestimmte Schwellenwerte, erhöht sich der Anteil von Barrick am Erlös.
Carcetti Capital, der Käufer, ist bislang am NEX Board der TSX Venture Exchange gelistet. Mit der Übernahme von Hemlo soll der Sprung in den regulären Handel an der TSX Venture Exchange erfolgen. Das Management von Hemlo Mining wird von erfahrenen Branchenvertretern geführt, darunter Robert Quartermain, der bereits bei der Entdeckung des Vorkommens beteiligt war. Finanziell unterstützt wird das Unternehmen durch Investoren wie Wheaton Precious Metals und Orion Mine Finance.
Barrick erklärte, die Erlöse aus dem Verkauf würden zur Stärkung der Bilanz und für Kapitalrückflüsse an die Aktionäre genutzt. Vorstandschef Mark Bristow sagte, mit der Trennung von Hemlo beende Barrick ein Kapitel in Kanada und konzentriere sich künftig stärker auf Gold- und Kupferprojekte im sogenannten Tier-One-Segment. Nach seinen Angaben summieren sich die Erlöse aus den Verkäufen von Hemlo, Donlin und Alturas in diesem Jahr auf mehr als zwei Milliarden Dollar.
Der Vollzug des Geschäfts wird für das vierte Quartal 2025 erwartet. Voraussetzung sind die üblichen Bedingungen sowie die Zustimmung der zuständigen Behörden.
Auch nach dem Verkauf bleibt Kanada ein Kernmarkt für Barrick. Der Konzern betont, dort weiterhin an frühen Projekten und Explorationsvorhaben arbeiten zu wollen. Für die lokale Rohstoffbranche könnte der Wechsel des Betreibers neue Impulse geben. Welche Folgen das für Produktion, Beschäftigung und Investoren hat, bleibt abzuwarten.
