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Goldpreis stabil vor US-Zinsentscheidung

Gewinnmitnahmen, fester Dollar und Inflationsdaten bremsen weitere Kursgewinne

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Goldpreis stabil vor US-Zinsentscheidung

Der Goldpreis zeigte sich zum Wochenauftakt stabil, da Investoren mit Spannung auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank blicken. Erwartet wird die erste Zinssenkung seit Dezember, doch Gewinnmitnahmen und ein festerer Dollar verhinderten zunächst weitere Kursgewinne. Spotgold notierte am Montagmorgen bei 3.642,65 US-Dollar je Feinunze, nachdem das Edelmetall in der Vorwoche um 1,6 Prozent gestiegen war und am Dienstag ein Rekordhoch von 3.673,95 Dollar erreicht hatte. Die US-Goldfutures für Dezember gaben hingegen leicht um 0,2 Prozent auf 3.680,20 Dollar nach.

Marktbeobachter verwiesen darauf, dass Händler Gewinne realisierten und zugleich die Stärke des Dollars den Goldpreis belastete. Laut Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade, bleibe der Aufwärtstrend grundsätzlich bestehen, doch sei eine Phase der Konsolidierung oder ein leichter Rückgang ein gesunder Zwischenschritt. Der Dollarindex legte um 0,1 Prozent zu, wodurch Gold für Käufer außerhalb der USA teurer wurde.

Die am Donnerstag veröffentlichten US-Inflationsdaten für August lagen leicht über den Erwartungen, doch Anleger gehen davon aus, dass dies die Notenbank nicht von einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte abhalten wird. Beobachter sehen jedoch ein Risiko darin, dass die Federal Reserve keine klare Richtung für weitere Zinsschritte vorgibt. Gold gilt als nicht verzinsliches, aber in unsicheren Zeiten begehrtes Anlagegut, das in einem Umfeld niedriger Zinsen häufig besser abschneidet.

Das Treffen der Notenbanker findet vor dem Hintergrund zusätzlicher Herausforderungen statt. Dazu gehören ein Rechtsstreit um die Führung der Fed sowie die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, stärkeren Einfluss auf die Zinspolitik und die Rolle der Zentralbank zu nehmen. Für den Goldmarkt ergibt sich daraus ein komplexes Umfeld, das sowohl Chancen als auch Unsicherheiten bereithält.

In einer aktuellen Einschätzung verwies Goldman Sachs auf die Möglichkeit, dass der Goldpreis mittelfristig noch weiter zulegen könne. Die Bank prognostiziert bis Mitte 2026 ein Preisziel von 4.000 Dollar pro Feinunze, sieht jedoch die Gefahr kurzfristiger Rücksetzer. Grund dafür sei, dass spekulative Positionen zuletzt stark aufgebaut wurden und solche Überhänge erfahrungsgemäß zu Korrekturen führen. In der Woche bis zum 9. September reduzierten Spekulanten ihre Netto-Long-Positionen um 2.445 Kontrakte auf 166.417.

An den Aktienmärkten zeigten sich am Freitag gemischte Vorzeichen. Der Dow Jones verlor rund 0,6 Prozent, während der S&P 500 nahezu unverändert schloss. Der technologielastige Nasdaq legte um mehr als 0,4 Prozent zu und markierte damit ein weiteres Rekordhoch. Auch andere Edelmetalle bewegten sich am Montag leicht nach oben: Silber stieg um 0,1 Prozent auf 42,20 Dollar je Unze, Platin kletterte um 0,5 Prozent auf 1.397,59 Dollar und Palladium erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 1.197,88 Dollar.

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