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Goldpreis erreicht neues Allzeithoch weltweit

Unsicherheiten, Dollar-Schwäche und Handelskonflikte treiben Anleger in sichere Häfen

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 Goldpreis erreicht neues Allzeithoch weltweit

Der Goldpreis hat ein neues Rekordhoch erreicht. Auslöser für den Anstieg waren unter anderem ein schwächerer US-Dollar, wachsende geopolitische Spannungen und zunehmende Sorgen über das globale Wirtschaftswachstum. Die Nachfrage nach dem als sicher geltenden Edelmetall stieg deutlich an. Der Preis für Spot-Gold kletterte um 1,7 Prozent auf 3.282,88 US-Dollar pro Feinunze. In der Sitzung wurde zuvor ein Höchststand von 3.290,10 US-Dollar pro Feinunze verzeichnet. Auch die US-Gold-Futures legten zu und stiegen um 1,8 Prozent auf 3.299,60 US-Dollar.

Marktanalysten verweisen auf eine Kombination mehrerer Faktoren, die den Goldpreis beflügeln. Die Abwertung des US-Dollars macht Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen attraktiver. Der Dollarindex fiel im Vergleich zu anderen Währungen um 0,5 Prozent. Gleichzeitig sorgt eine verstärkte Risikovermeidung unter Anlegern für steigende Zuflüsse in das Edelmetall. Der Goldpreis hat in diesem Jahr bereits mehrfach neue Rekordstände erreicht und liegt seit Jahresbeginn mehr als 25 Prozent im Plus.

Ein weiterer Grund für die steigende Nachfrage nach Gold sind die zunehmenden Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China. So teilte der US-Chiphersteller Nvidia mit, dass das Unternehmen aufgrund von US-Exportbeschränkungen für seine H20-KI-Chips nach China mit Belastungen in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar rechnet. Im Gegenzug ordnete China an, dass seine Fluggesellschaften vorerst keine weiteren Flugzeuge des US-Herstellers Boeing abnehmen sollen. Dies ist eine Reaktion auf die US-Zölle von 145 Prozent auf chinesische Waren.

Marktbeobachter rechnen damit, dass Gold auch weiterhin gefragt bleibt, solange die Unsicherheit anhält. Der Singapurer Händler GoldSilver Central betonte, dass Gold stark bleiben werde, solange politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Die australische Bank ANZ erhöhte ihre Jahresendprognose für den Goldpreis auf 3.600 US-Dollar pro Feinunze. Für die kommenden sechs Monate rechnet die Bank mit einem Preis von 3.500 US-Dollar pro Feinunze.

Neben Gold verzeichneten auch andere Edelmetalle Kursbewegungen. Der Silberpreis stieg um 0,5 Prozent auf 32,45 US-Dollar pro Feinunze. Platin fiel um 0,3 Prozent auf 956,80 US-Dollar, während Palladium bei 971,24 US-Dollar nahezu unverändert blieb. Anleger warten nun auf die Veröffentlichung von US-Einzelhandelsdaten, die Hinweise auf den Zustand der amerikanischen Wirtschaft und die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank liefern könnten.

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