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Gebrauchte E-Autos werden zunehmend attraktiv

Starker Wertverlust senkt Preise, doch der Akkuzustand bleibt entscheidend

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Gebrauchte E-Autos werden zunehmend attraktiv

Gebrauchte Elektroautos gelten nach Einschätzung des TÜV-Verbandes zunehmend als lohnende Alternative zu Neuwagen oder klassischen Verbrennern. Der rapide Wertverlust vieler Modelle sorgt dafür, dass Käufer moderne Technik zu deutlich geringeren Preisen erhalten. Fahrzeuge wie der VW ID.3, der Renault Zoe, der Hyundai Kona Elektro oder das Tesla Model 3 sind inzwischen in großer Zahl auf dem Gebrauchtwagenmarkt verfügbar. Besonders häufig stammen sie aus auslaufenden Leasingverträgen, sodass viele Angebote relativ junge Modelle mit aktueller Ausstattung betreffen. Die Auswahl an verfügbaren Fahrzeugen wächst stetig, während die Preise kontinuierlich sinken.

Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist der starke Wertverlust von E-Autos. Nach drei Jahren liegt der Restwert häufig nur noch bei der Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises oder sogar darunter. Neue Modellgenerationen bringen regelmäßig größere Akkus, verbesserte Reichweiten und schnellere Ladezeiten auf den Markt. Dadurch erscheinen ältere Fahrzeuge technisch schnell überholt. Zusätzlich wirken sinkende Neuwagenpreise und großzügige Rabatte preisdämpfend auf den Gebrauchtwagenmarkt. Für Käufer bedeutet das eine Gelegenheit, aktuelle Technik deutlich günstiger zu erwerben. So wird ein gebrauchter Tesla Model 3 mittlerweile häufig für Beträge zwischen 18.000 und 20.000 Euro angeboten.

Trotz dieser attraktiven Preise rät der TÜV zu besonderer Aufmerksamkeit beim Akkuzustand. Die Batterie ist das teuerste Bauteil eines Elektroautos, und ein Austausch kann je nach Modell bis zu 20.000 Euro kosten. Der Zustand des Akkus entscheidet damit maßgeblich über den tatsächlichen Wert und die Alltagstauglichkeit eines gebrauchten E-Fahrzeugs. Eine regelmäßige Wartung und ein schonender Umgang des Vorbesitzers wirken sich positiv auf die Restkapazität aus, während häufige Schnellladungen oder extreme Temperaturen die Lebensdauer verkürzen können.

Experten empfehlen deshalb, vor dem Kauf eine unabhängige Überprüfung der Batterie durchführen zu lassen. Solche Tests kosten in der Regel zwischen 100 und 200 Euro. Liegt die Leistungsfähigkeit des Akkus bei mindestens 80 Prozent, gilt das Fahrzeug laut TÜV-Experte Robin Zalwert als alltagstauglich und kann noch über viele Jahre hinweg zuverlässig genutzt werden. Eine solche Prüfung verschafft Käufern Sicherheit und hilft, spätere teure Reparaturen zu vermeiden. Da die Auswahl an Modellen zunimmt und die Preise weiter fallen, können sich informierte Käufer gut erhaltene Elektroautos mit moderner Technik zu deutlich günstigeren Konditionen sichern.

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