Fed-Zinssenkungen: Nur zwei weitere Schritte erwartet
Die US-Notenbank wird ihre Zinsen voraussichtlich nur noch zweimal senken, selbst unter einem neuen, von Trump ernannten Fed-Chef. Das zeigt eine aktuelle CNBC-Umfrage unter Ökonomen und Marktteilnehmern.

**Begrenzte Zinssenkungen trotz Trump-Druck
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Die Federal Reserve wird ihre Geldpolitik in den kommenden Jahren voraussichtlich restriktiv halten. Laut einer aktuellen CNBC-Umfrage erwarten Ökonomen und Wall-Street-Experten nur noch zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr. Für 2027 werden keine weiteren Senkungen prognostiziert. Der Leitzins würde damit bei 3% verharren.
Diese Prognose steht im deutlichen Widerspruch zu den Forderungen von Präsident Trump, der die Zinsen auf 1% senken lassen möchte. Bei einer Inflationsrate von 2% würde dies negative Realzinsen bedeuten. Der Präsident prüft derzeit, wen er als Nachfolger für Fed-Chef Jerome Powell nominieren soll.
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Starkes Wirtschaftswachstum stützt höhere Zinsen
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Ein Hauptgrund für die zurückhaltenden Zinssenkungserwartungen ist die robuste Konjunktur. Das US-Bruttoinlandsprodukt soll 2026 um 2,4% und 2027 um 2,2% wachsen. Beide Werte liegen über dem von der Fed als nachhaltig angesehenen Potenzialwachstum.
Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich nur moderat auf 4,5% zum Jahresende steigen und 2027 wieder leicht sinken. Die Rezessionswahrscheinlichkeit für das kommende Jahr ist auf 23% gefallen, nachdem sie im Mai nach den Liberation-Day-Zöllen noch bei 53% lag.
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Inflation bleibt über Fed-Ziel
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Der Verbraucherpreisindex (VPI) wird das Jahr voraussichtlich bei 2,7% beenden und bis 2027 auf 2,5% zurückgehen. Da der VPI typischerweise etwa einen halben Prozentpunkt über dem von der Fed bevorzugten PCE-Inflationsmaß liegt, dürfte die Notenbank ihr 2%-Ziel erst 2027 vollständig erreichen.
Zölle bleiben ein Belastungsfaktor: Die Befragten erwarten, dass sie die Inflation 2026 um etwa 0,3 Prozentpunkte erhöhen werden. 58% der Ökonomen glauben allerdings, dass die größten Zolleffekte bereits überstanden sind.
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KI-Boom treibt Investitionen
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Positiv wirken sich erwartete Unternehmensinvestitionen aus. Über zwei Drittel der Befragten rechnen damit, dass die Kapitalausgaben 2026 höher ausfallen als 2025. Haupttreiber sind massive Investitionen in künstliche Intelligenz sowie steuerliche Anreize.
Fast drei Viertel erwarten gleichbleibende oder steigende Konsumausgaben. Allen Sinai von Decision Economics sieht einen "Produktivitätsboom von historischem Ausmaß" wie in den 1990er Jahren, der starkes Wachstum ohne Inflationsbeschleunigung ermöglicht.
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Unsicherheit als größtes Risiko**
Als größte Gefahr nennen die Befragten die "Unsicherheit bezüglich der Maßnahmen und Politik der Trump-Administration", gefolgt von einem möglichen Platzen der KI-Blase. Die Fed-Funds-Futures am Markt spiegeln die Umfrageergebnisse wider und zeigen, dass weder Wall Street noch Ökonomen an die von Trump geforderten niedrigen Zinsen glauben.
