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Indonesien hält an Wachstumsziel von 5,2% fest – trotz Flutkatastrophe

Indonesiens Finanzminister zeigt sich zuversichtlich: Trotz schwerer Überschwemmungen soll die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens ihr BIP-Ziel von 5,2% für 2025 erreichen. Die Zentralbank prüft derweil Zinssenkungen zur Wachstumsunterstützung.

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Indonesien hält an Wachstumsziel von 5,2% fest – trotz Flutkatastrophe

Indonesiens Wirtschaft soll 2025 trotz verheerender Überschwemmungen Ende 2024 um 5,2 Prozent wachsen. Dies bekräftigte Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa am Dienstag bei einem Treffen des indonesischen Rates für Finanzstabilität in Jakarta. Für 2026 hält die Regierung am ambitionierten Wachstumsziel von 5,4 Prozent für die 1,4 Billionen US-Dollar schwere Volkswirtschaft fest.

Viertes Quartal übertrifft Erwartungen

Das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2024 fiel nach Einschätzung des Finanzministers stärker aus als zunächst erwartet. Dies gibt Hoffnung, dass die Flutschäden die wirtschaftliche Dynamik des südostasiatischen Landes nicht nachhaltig beeinträchtigen werden. Indonesien ist die größte Volkswirtschaft Südostasiens und gilt als wichtiger Wachstumsmotor der Region.

Zentralbank erwägt Zinssenkungen

Perry Warjiyo, Gouverneur der Bank Indonesia, signalisierte Offenheit für geldpolitische Lockerungen. Seine Institution prüfe kontinuierlich, ob Spielraum für Zinssenkungen bestehe, um das Wirtschaftswachstum zu stützen. "Bei der Formulierung der Geldpolitik werden wir stets Inflations-, Wechselkurs- und Wirtschaftswachstumsdaten berücksichtigen", erklärte Warjiyo.

Die Zentralbank hatte den Leitzins für 7-tägige Reverse Repurchase Agreements letzte Woche unverändert bei 4,75 Prozent belassen – das Niveau seit September 2024. Zwischen September 2023 und September 2024 hatte die BI die Zinsen bereits um insgesamt 150 Basispunkte gesenkt.

Rupiah unter Druck – Interventionen geplant

Die indonesische Währung Rupiah geriet in diesem Monat unter Druck, nachdem Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank aufkamen. Warjiyo versicherte jedoch, die BI werde durch Marktinterventionen zur Stabilisierung der Währung beitragen. Er prognostizierte, dass die Rupiah voraussichtlich stabil bleiben und tendenziell sogar stärker werden dürfte.

Die Währungsstabilität ist für Indonesien von entscheidender Bedeutung, da das Land auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen ist und viele Unternehmen in US-Dollar verschuldet sind. Eine schwache Rupiah verteuert Importe und erhöht die Schuldenlast.

Balanceakt zwischen Wachstum und Stabilität

Die indonesische Geldpolitik steht vor einem Balanceakt: Einerseits sollen niedrigere Zinsen das Wirtschaftswachstum ankurbeln, andererseits muss die Zentralbank die Währungsstabilität gewährleisten. Die Entscheidung, die Zinsen seit September unverändert zu lassen, spiegelt diese Gratwanderung wider. Für deutsche Investoren, die in Schwellenländer investieren, bleibt Indonesien trotz der Herausforderungen ein interessanter Wachstumsmarkt mit soliden mittelfristigen Perspektiven.

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