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Fed-Bankerin Collins warnt vor erhöhten Inflationsrisiken und Zinserhöhung

Boston-Fed-Präsidentin Susan Collins unterstützt jüngsten Zinsschritt und sieht Inflation über 2-Prozent-Ziel.

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Fed-Bankerin Collins warnt vor erhöhten Inflationsrisiken und Zinserhöhung

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Boston, Susan Collins, hat sich klar zur jüngsten Zinsentscheidung der US-Notenbank bekannt und gleichzeitig vor anhaltend erhöhten Inflationsrisiken gewarnt. In einem Beitrag auf LinkedIn erklärte sie, dass sie die Entscheidung der Fed vom vergangenen Wochenende unterstütze, die Leitzinsen angesichts der Risiken einer über dem 2-Prozent-Ziel liegenden künftigen Inflation anzuheben.

„Ich sehe jetzt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für zukünftige Szenarien, in denen die Inflation deutlich über 2 Prozent bleibt“, schrieb Collins. Ihre Aussage unterstreicht die wachsende Besorgnis innerhalb der US-Notenbank über die Hartnäckigkeit der Teuerungsrate.

Geldpolitik mit klarem Ziel

Collins betonte, dass die Geldpolitik angesichts des stabileren Arbeitsmarktes nun darauf abzielen könne, zeitnah zur Preisstabilität zurückzukehren. „Insbesondere nach fünfeinhalb Jahren zu hoher Inflation“, fügte sie hinzu. Ein etwas restriktiverer Leitzins für den Federal Funds-Markt werde dazu beitragen, sicherzustellen, dass die Inflation nachhaltig wieder das Ziel erreiche.

Die US-Notenbank hatte ihren Zielkorridor für die Leitzinsen vergangene Woche um einen Viertelprozentsatz auf den Bereich von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Ziel dieser Maßnahme ist es, die anhaltende Preisdynamik einzudämmen. Die politischen Entscheidungsträger haben zudem einen weiteren Zinsanstieg vor Jahresende eingeplant.

Herausfordernde Gemengelage

Die aktuelle Lage für die Fed ist besonders herausfordernd. Ein Großteil der steigenden Preisdynamik ist auf Versorgungsschocks zurückzuführen, wie etwa den Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran. Diese externen Faktoren lassen sich mit einer strafferen Geldpolitik nur schwer bekämpfen. Dennoch hat die Persistenz der Inflation über dem 2-Prozent-Ziel die Fed-Beamten dazu veranlasst, von der früheren Praxis abzurücken, inflationäre Schocks als vorübergehend zu betrachten.

Collins, die in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied des zinsfestlegenden Federal Open Market Committee (FOMC) ist, gab in ihrem Beitrag nicht an, ob sie weitere Zinserhöhungen wünscht. Fed-Chef Kevin Warsh lehnt es ab, Leitlinien für die künftige Geldpolitik zu geben, und bestätigte die Prognose der Fed für weitere Zinsanstiege nicht.

Ausblick für Anleger

Für deutsche Anleger bleibt die Entwicklung der US-Geldpolitik von großer Bedeutung. Die Signale aus der Fed beeinflussen maßgeblich die Kapitalmärkte weltweit, da die USA als größte Volkswirtschaft der Welt eine Leitfunktion für die globalen Finanzmärkte einnehmen. Sollte die Inflation in den USA weiterhin hartnäckig über dem Zielwert bleiben, könnten weitere Zinserhöhungen folgen, was Auswirkungen auf den Dollar-Wechselkurs, die Renditen deutscher Staatsanleihen und die Aktienmärkte hätte.

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