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ExxonMobil vor Rückkehr nach Venezuela: MoU mit PDVSA in Sicht

ExxonMobil verhandelt über Rückkehr nach Venezuela – Memorandum of Understanding mit PDVSA noch im September möglich

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ExxonMobil vor Rückkehr nach Venezuela: MoU mit PDVSA in Sicht

ExxonMobil steht kurz vor einer möglichen Rückkehr nach Venezuela. Der US-Ölkonzern verhandelt über ein Memorandum of Understanding mit dem staatlichen Unternehmen PDVSA, das den Weg für Investitionen in mehrere Ölfelder ebnen könnte. Fast zwei Jahrzehnte nach seinem Ausstieg aus dem südamerikanischen Land zeichnet sich damit eine strategische Wende ab.

Wie mit dem Sachverhalt vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur berichteten, könnte Exxon bereits in diesem Monat eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnen. Das Memorandum of Understanding (MoU) mit Petróleos de Venezuela (PDVSA) soll die Voraussetzungen für Investitionen in eine Reihe bereits erschlossener sowie unerschlossener Förderfelder prüfen. Die Verhandlungen könnten jedoch weiterhin scheitern oder sich über den September hinausziehen, hieß es aus dem Umfeld der Gespräche.

Hintergrund der Verhandlungen

Die mögliche Rückkehr von Exxon nach Venezuela wäre von großer strategischer Bedeutung. Der US-Konzern hatte das Land vor rund 20 Jahren verlassen, nachdem es zu erheblichen Spannungen mit der damaligen Regierung unter Hugo Chávez gekommen war. Nun treibt Exxon die Gespräche unter veränderten politischen Vorzeichen voran.

Laut einer informierten Quelle könnten die Felder, die Gegenstand der Verhandlungen sind, insgesamt mehr als 50 Milliarden Barrel Öl unter der Erde bergen. Venezuela selbst gibt an, über rund 300 Milliarden Barrel Ölreserven zu verfügen, was sie zu den größten Reserven der Welt machen würde. Die tatsächliche Förderung liegt jedoch seit Jahren weit unter dem Potenzial, da die venezolanische Ölindustrie unter jahrelangem Missmanagement, Sanktionen und fehlenden Investitionen leidet.

Politische Dimension

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund eines politischen Kurswechsels statt. Nachdem Präsident Trump darauf gedrängt hatte, dass amerikanische Ölkonzerne die heruntergekommene Ölindustrie Lateinamerikas wiederbeleben, entsandte Exxon in diesem Jahr Delegationen nach Caracas, um über eine mögliche Vereinbarung zu verhandeln.

Das Unternehmen ist den Berichten zufolge im Laufe der Zeit einem Deal mit den venezolanischen Behörden näher gekommen. Die Gespräche sollen auf der G-20-Energieministerkonferenz in Houston in dieser Woche fortgesetzt werden, wie eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Person mitteilte.

Bewertung für Anleger

Für Anleger ist die Entwicklung zweischneidig. Einerseits könnte Exxon Zugang zu einem der größten Ölreserven der Welt erhalten, was langfristig das Produktionsprofil des Konzerns stärken würde. Andererseits bleiben die politischen und rechtlichen Risiken in Venezuela erheblich. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Verhandlungen sowie die Frage, ob es tatsächlich zu einer endgültigen Einigung kommt, mahnen zur Vorsicht.

Sollte das Memorandum of Understanding noch in diesem Monat unterzeichnet werden, wäre dies ein erster wichtiger Schritt. Bis zu einer tatsächlichen Förderung wäre es jedoch ein weiter Weg, der umfangreiche Investitionen in die veraltete Infrastruktur des Landes erfordern würde.

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