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GM steigt ins Raketengeschäft ein: Patriot-Komponenten für Lockheed Martin

GM liefert erste Raketenkomponenten für Patriot-Systeme an Lockheed Martin

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GM steigt ins Raketengeschäft ein: Patriot-Komponenten für Lockheed Martin

General Motors (GM) steigt ins Rüstungsgeschäft ein. Der US-Automobilbauer liefert künftig Komponenten für die Patriot-Raketen des Rüstungskonzerns Lockheed Martin. Wie Lockheed am Donnerstag mitteilte, hat GM im August eine erste Charge von Teilen für die Gehäuse der PAC-3 MSE-Abfangraketen ausgeliefert. Hintergrund ist die dramatisch gestiegene Nachfrage nach Munition, ausgelöst durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten.

Das Pentagon drängt die Rüstungsindustrie zu einer deutlichen Steigerung der Produktionskapazitäten. Die US-Munitionsvorräte sind durch die massiven Lieferungen an die Ukraine und an Israel erheblich geschrumpft. Lockheed Martin als Hersteller der Patriot-Systeme steht dabei besonders unter Druck, die Fertigung der hochkomplexen Abfangraketen zu beschleunigen.

Ein neuer Player im Rüstungsmarkt

Für General Motors ist der Einstieg in die Raketenproduktion ein strategischer Schritt. Der Autobauer, der weltweit für seine Fahrzeuge der Marken Chevrolet, Cadillac und GMC bekannt ist, will seine Fertigungskapazitäten künftig verstärkt für militärische Aufträge nutzen. Konkrete zukünftige Projekte nannte das Unternehmen allerdings nicht.

Nach Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen führt GM jedoch bereits Gespräche mit Lockheed Martin über die Lieferung von Teilen für weitere Raketenlinien. Dies deutet darauf hin, dass die Zusammenarbeit über die Patriot-Komponenten hinausgehen könnte.

Die Patriot PAC-3 MSE (Missile Segment Enhancement) ist die modernste Version des Abwehrsystems und gilt als hochwirksam gegen ballistische Raketen, Marschflugkörper und Kampfflugzeuge. Die Gehäuse, die GM nun fertigt, sind ein zentrales Bauteil dieser Abfangraketen.

Hintergrund: Patriot-Systeme im Einsatz

Das Patriot-Luftabwehrsystem ist derzeit eines der gefragtesten Waffensysteme weltweit. Die Ukraine setzt es erfolgreich gegen russische Raketenangriffe ein, und auch Israel vertraut auf die amerikanische Technologie zur Abwehr von Angriffen aus dem Iran und von der Hisbollah. Der erhöhte Bedarf hat die Produktionskapazitäten von Lockheed Martin an ihre Grenzen gebracht.

Die Entscheidung, einen zivilen Automobilhersteller wie GM in die Rüstungsproduktion einzubinden, ist Teil einer breiteren Strategie des US-Verteidigungsministeriums. Das Pentagon versucht, die industrielle Basis zu verbreitern und auch Unternehmen außerhalb der klassischen Rüstungsindustrie für die Munitionsfertigung zu gewinnen.

Für GM ist der Schritt nicht völlig neu. Der Konzern verfügt über langjährige Erfahrung in der Militärfahrzeugproduktion, unter anderem mit dem Humvee-Nachfolger JLTV. Die Fertigung von Raketenkomponenten stellt jedoch eine deutliche Erweiterung des militärischen Portfolios dar.

Die finanziellen Details des Deals zwischen GM und Lockheed Martin wurden nicht bekannt gegeben. Beide Unternehmen betonten jedoch die strategische Bedeutung der Partnerschaft für die nationale Sicherheit der USA.

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