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Citi-Umfrage zu Meta-Brillen sorgt für Verwirrung bei Analysten

Eine Verbraucherumfrage der Citigroup liefert rätselhafte Zahlen zur Verbreitung von Meta Glasses.

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Citi-Umfrage zu Meta-Brillen sorgt für Verwirrung bei Analysten

Eine aktuelle Verbraucherumfrage der Citigroup zur Verbreitung von Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Brillen sorgt für Kopfschütteln bei Marktbeobachtern. Die von Citi veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass weltweit 35 Prozent der Befragten Meta Glasses besitzen – eine Zahl, die bei genauerer Betrachtung kaum haltbar erscheint.

Die Verwirrung beginnt bereits bei der Methodik. Citi hatte in Zusammenarbeit mit dem Research Innovation Lab mehr als 4.000 globale Verbraucher vor der Back-to-School-Saison befragt. Ziel war es, das Kaufverhalten und die Ausgabenabsichten für Konsumelektronik zu untersuchen. Das Hauptergebnis: Mehr Amerikaner und Briten planen demnach, Technologieprodukte wie Drucker zu kaufen als zuvor.

Rätselhafte Besitzzahlen

Besonders auffällig ist das Diagramm zur weltweiten Verbreitung von AR/VR-Headsets. Darin heißt es: „35 % der Umfrageteilnehmer weltweit besitzen Meta Glasses, wobei 25 % planen, diese 2026 zu kaufen.“ In den USA liege die Penetration mit 45 % Besitzanteil und 30 % Kaufabsicht sogar noch höher.

Diese Zahlen stehen in krassem Widerspruch zu den tatsächlichen Verkaufszahlen. EssilorLuxottica, der Hersteller der Ray-Ban Meta Glasses, hatte zu Beginn des Jahres bekannt gegeben, im Jahr 2025 insgesamt 7 Millionen dieser Brillen verkauft zu haben. Hinzu kommen 2 Millionen Stück aus den Jahren 2023 und 2024. Bloomberg berichtete zudem, dass das Unternehmen plane, die Produktionskapazität bis Ende 2026 auf 20 Millionen Stück zu erhöhen.

Nachfragen bei Citi

Auf Nachfrage von FT Alphaville räumte Citi ein, dass es sich um eine Online-Opt-in-Umfrage handele, die von der Agentur WPP/Kantar durchgeführt wurde. Befragt wurden jeweils 1.000 Personen aus verschiedenen Regionen, die mindestens eines der folgenden Geräte besitzen oder planen zu kaufen: Smartphone, Computer, Fernseher, Videospiel, Computerzubehör, Tablet, AR/VR-Brille oder Smartwatch.

Weitere Nachfragen ergaben, dass die 35-Prozent-Angabe sich nicht auf alle Befragten bezieht, sondern nur auf die Teilmenge derjenigen, die bereits AR/VR- oder Smart-Brillen besitzen. Wie groß diese Teilmenge ist? Laut Citi besitzen oder planen 22 Prozent der Befragten global ein AR/VR-/Smartglass-Gerät zu kaufen.

Hochrechnung führt zu absurden Ergebnissen

Rechnet man die Zahlen hoch, ergibt sich ein seltsames Bild: 35 Prozent von 22 Prozent entsprechen etwa 8 Prozent aller Befragten, die mit Computertechnologie interagieren. Bezogen auf geschätzte 6 Milliarden Menschen wären das rund 480 Millionen Meta-Glasses-Besitzer – eine Zahl, die angesichts der tatsächlich verkauften 9 Millionen Brillen völlig unrealistisch ist.

Auf erneute Nachfrage erklärte Citi, die Fragen seien eher als Haushaltspenetration formuliert. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von etwa vier Personen ergebe sich eine persönliche Penetrationsrate von näherungsweise zwei Prozent. Selbst diese extrem großzügige Berechnung würde bei Anwendung auf die kombinierten Bevölkerungen von Großbritannien, USA, China und Japan (rund zwei Milliarden Menschen) immer noch etwa 40 Millionen verkaufte Meta Glasses bedeuten.

Ausblick

Der nächste Geschäftsbericht von EssilorLuxottica steht im nächsten Monat an. Sollten die Zahlen der Citi-Umfrage auch nur annähernd stimmen, wäre dies ein spektakuläres Ereignis. Ein Citi-Sprecher erklärte abschließend, das Team betrachte die Umfrage eher aus einer Zeitreihenperspektive, um zu zeigen, wie sich die Gesamtantworten verändert haben – weniger als absolute Momentaufnahme. Ganz zufriedenstellend ist diese Erklärung für die Analysten von FT Alphaville jedoch nicht.

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