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Börsencrash droht: Drei Finanzaktien, die Anleger jetzt kaufen sollten

Steigende Anleiherenditen und teure Bewertungen lassen einen Bärenmarkt möglich erscheinen – Motley Fool nennt drei Finanzwerte.

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Börsencrash droht: Drei Finanzaktien, die Anleger jetzt kaufen sollten

Die Renditen von Staatsanleihen steigen rasch an, und der Markt wirkt teuer. Vor diesem Hintergrund hält das US-Finanzportal Motley Fool einen Bärenmarkt für möglich und nennt drei Finanzaktien, die in einem möglichen Börsencrash Stabilität bieten sollen: Berkshire Hathaway, Realty Income und Progressive. Der Beitrag wurde am 4. Oktober 2026 veröffentlicht.

Die Argumentation des Portals ist defensiv angelegt. Steigende Renditen von Staatsanleihen verändern die Maßstäbe am Aktienmarkt, weil risikoarme Alternativen wieder höhere Erträge abwerfen. Kommt ein als teuer empfundenes Bewertungsniveau hinzu, wächst die Gefahr einer Korrektur – bis hin zu einem ausgewachsenen Bärenmarkt.

Bemerkenswert ist die Zusammensetzung der Auswahl. Sie umfasst eine Beteiligungsgesellschaft, einen Immobilien-REIT und einen Kfz-Versicherer, also drei sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle aus dem Finanzsektor. Gemeinsam ist ihnen laut dem Portal, dass sie in schwächeren Marktphasen stabiler dastehen dürften als viele andere Titel.

Die Details

Berkshire Hathaway steht an erster Stelle der Auswahl. Das Unternehmen verfügt laut Motley Fool über einen enormen Bestand an Cash-Reserven. Diese Mittel sollen die Auswirkungen einer Konjunkturabschwächung abfedern und gleichzeitig Kaufgelegenheiten eröffnen.

Realty Income folgt an zweiter Stelle. Der REIT betreibt ein eher unspektakuläres Geschäft und bietet eine hohe Dividendenrendite, die durch einen verlässlichen Einkommensstrom abgesichert ist. Genau diese Kombination aus unspektakulärem Alltagsgeschäft und planbaren Einnahmen macht den Titel für defensivere Depots interessant.

Progressive komplettiert das Trio. Die Kfz-Versicherung des Unternehmens ist für Kunden unverzichtbar, wie das Portal betont. Hinzu kommt ein relativ kleines Investmentportfolio an Aktien, sodass der Versicherer weniger stark über eigene Beteiligungen dem Marktrisiko ausgesetzt ist.

Die drei Titel im Überblick:

  • Berkshire Hathaway: enormer Cash-Reservebestand, der eine Konjunkturabschwächung abfedern und Kaufgelegenheiten eröffnen soll.
  • Realty Income: unspektakuläres Geschäft mit hoher Dividendenrendite, abgesichert durch verlässlichen Einkommensstrom.
  • Progressive: unverzichtbare Kfz-Versicherung für Kunden und nur ein relativ kleines Investmentportfolio an Aktien.

Hintergrund: Was bisher geschah

Das Thema begleitet die Leser von aktien.news seit Monaten. Bereits am 8. Juni 2026 berichtete aktien.news über drei Aktien, die ein Autor von Motley Fool über die nächsten 20 Jahre bedingungslos halten würde – darunter Berkshire Hathaway neben Intuitive Surgical und Nvidia. Der Autor berücksichtigte dabei ausdrücklich die Möglichkeit eines Börsencrashs oder einer Korrektur in den nächsten ein bis zwei Jahren, vor dem Hintergrund starker Kursgewinne, steigender Inflation und globaler Unruhen.

Am 16. Juni 2026 folgte ein Beitrag unter dem Titel „Crashschutz: Zwei Dividendenaktien die man für immer halten kann". Darin hieß es, der S&P 500 liege seit Jahresbeginn rund 9% im Plus. Das Börsendebüt von Space Exploration Technology mit einer Bewertung von 1,8 Billionen US-Dollar sorgte für den größten IPO aller Zeiten, und mit Anthropic und OpenAI standen zwei weitere hochkarätige Börsengänge bevor. Zugleich warnte der Beitrag, dass sich der Markt in solchen Phasen von der „mühsamen Performance der Unternehmen selbst" entkoppelt – eine Formulierung, die auf Warren Buffett zurückgeht.

Am 12. September 2026 beschrieb aktien.news die Lage des Marktes als heikel. S&P 500, Dow Jones Industrial Average und Nasdaq Composite hatten zu Beginn des Jahres noch Allzeithochs erreicht, doch der Gegenwind nahm zu: Die Ölpreise kletterten auf mehr als 100 Dollar pro Barrel, Zollstreitigkeiten sorgten erneut für Chaos, und eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve wurde immer wahrscheinlicher. Ein Bärenmarkt sei irgendwann unumgänglich, hieß es damals.

Am 16. September 2026 schließlich standen drei Dividendenaktien für stabiles Einkommen trotz Zinswende im Mittelpunkt: Realty Income, Brookfield Asset Management und T. Rowe Price. Sie galten als Dividendenaristokraten, deren Ausschüttungen selbst bei steigenden Zinsen nicht gefährdet sein dürften.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist wichtig, dass es sich um die Einschätzung eines US-Finanzportals handelt, nicht um eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Die drei genannten Werte sind in Deutschland über verschiedene Handelsplätze zugänglich, was aber nichts an ihrem jeweiligen Risikoprofil ändert.

Auffällig ist, dass Realty Income bereits zum zweiten Mal in einer Auswahl von aktien.news auftaucht. Schon im September 2026 wurde der REIT im Zusammenhang mit verlässlichen Dividendeneinkünften genannt. Das unterstreicht die Rolle, die ihm in defensiv ausgerichteten Depots zugeschrieben wird.

Bei steigenden Anleiherenditen entsteht zudem ein direkter Wettbewerb: Staatsanleihen bieten dann wieder attraktivere Erträge, was besonders für Dividendenwerte ein Gegenwind sein kann. Berkshire Hathaway wiederum wird seit Monaten mit dem Argument eines großen Cash-Polsters verbunden – erst als Langfristinvestment, nun als Absicherung gegen eine mögliche Konjunkturabschwächung.

Progressive unterscheidet sich von beiden: Das Geschäft mit Kfz-Versicherungen ist wenig konjunkturabhängig, und das relativ kleine Aktienportfolio des Unternehmens reduziert die Abhängigkeit von der Entwicklung an den Märkten. Wer sein Depot breiter aufstellt, kann solche unterschiedlichen Risikoprofile gezielt kombinieren.

Ausblick

Konkrete Termine nennt der aktuelle Beitrag von Motley Fool nicht. Aus den früheren Berichten von aktien.news ergeben sich jedoch einige marktrelevante Punkte, die Anleger im Blick behalten können. So wurde am 12. September 2026 eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve als immer wahrscheinlicher beschrieben, während die Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel lagen und Zollstreitigkeiten erneut für Unruhe sorgten.

Bereits am 16. Juni 2026 verwies aktien.news auf zwei weitere hochkarätige Börsengänge: Anthropic und OpenAI standen damals vor dem Gang an die Börse. Solche Ereignisse können die Stimmung am Markt zusätzlich befeuern – und damit auch das Risiko einer Übertreibung erhöhen, das beide Berichte thematisieren. Der aktuelle Beitrag reiht sich damit in eine Serie ein, die seit dem Frühjahr 2026 regelmäßig auf Absicherung statt auf maximale Rendite setzt.

Kurz erklärt

  • Staatsanleihen: Schuldtitel eines Staates, mit denen sich ein Emittent Kapital leiht und die als vergleichsweise sicherer Anlagehafen gelten.
  • Bärenmarkt: Eine länger anhaltende Phase deutlich fallender Aktienkurse, die oft mit sinkender Anlegerstimmung einhergeht.
  • REIT: Eine Gesellschaft, die Immobilien besitzt und bewirtschaftet und verpflichtet ist, einen großen Teil ihrer Erträge auszuschütten.
  • Dividendenrendite: Das Verhältnis der jährlichen Ausschüttung einer Aktie zu ihrem aktuellen Kurs.
  • Cash-Reserve: Flüssige Mittel, die ein Unternehmen hält, um unerwartete Belastungen abzufedern oder Chancen zu nutzen.
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