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BofA revidiert Zinsprognose für Südafrika wegen Ölpreisrisiken

Die Bank of America erwartet nun keine Zinssenkung der südafrikanischen Zentralbank mehr im März.

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BofA revidiert Zinsprognose für Südafrika wegen Ölpreisrisiken

Die Bank of America (BofA) hat ihre Prognose für die Geldpolitik der südafrikanischen Zentralbank (SARB) kurzfristig revidiert. Statt einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Sitzung am 26. März rechnet das US-Institut nun mit einer unveränderten Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus. Ausschlaggebend sind erhöhte Inflationsrisiken infolge des jüngsten Ölpreisanstiegs.

Konkret erwartet die BofA für April einen Anstieg der Kraftstoffpreise in Südafrika um 10 bis 20 Prozent. Dieser Schock dürfte die Gesamtinflation der Verbraucherpreise unter die Marke von 4 Prozent drücken – ein Niveau, das die SARB nach Einschätzung der Bank zu einer abwartenden Haltung veranlassen wird. Der verkomplizierende Einfluss auf den kurzfristigen Inflationspfad war der entscheidende Faktor für die Revision des geldpolitischen Ausblicks.

Unterschied zum Ölpreisschock 2022

Die BofA betont jedoch, dass das aktuelle Umfeld deutlich günstiger ist als beim Ölpreisschock des Jahres 2022. Damals lagen die Realzinsen im negativen Bereich, was die SARB zu aggressiven Nachhol-Zinserhöhungen zwang. Heute verfügt Südafrika bereits über positive Ex-ante-Realzinsen, was den Handlungsspielraum der Zentralbank erheblich erweitert.

Positive Realzinsen, steigende Preise für Gold und Metalle der Platingruppe sowie eine günstige fiskalische Entwicklung sprechen laut BofA dafür, dass die Auswirkungen höherer Ölpreise beherrschbar bleiben. Das Institut geht daher davon aus, dass die SARB eher eine geldpolitische Pause einlegen als die Zinsen wieder anheben wird. Eine erneute Zinserhöhungswelle gilt damit als unwahrscheinlich.

Für deutsche Anleger, die in südafrikanische Rand-Anlagen oder Rohstoffaktien des Landes investiert sind, ist die Entscheidung der SARB am 26. März ein wichtiger Termin. Südafrika ist als bedeutender Produzent von Gold und Platinmetallen für Rohstoffinvestoren weltweit relevant. Die Geldpolitik der SARB beeinflusst direkt die Attraktivität des Rand als Anlagewährung.

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